Letztes Update am Do, 10.12.2015 09:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Justiz und Kriminalität

Krampusse verletzten Besucher bei Umzug im Pinzgau schwer

Fünf zum Teil Schwerverletzte gab es bei einem Krampusumzug in Bruck. An dem Krampuslauf nahmen auch Gruppen aus Tirol teil.

Symbolbild.

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Bruck – Die Ärzte des Krankenhauses Zell am See haben Anzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Körperverletzung eingebracht. Unbekannt deshalb, weil die betroffenen Patienten von Krampussen während eines Umzugs in Bruck (Pinzgau) so zugerichtet wurden.

Weder Veranstalter noch Polizei wollen etwas mitbekommen haben, als die Besucher bei der Brauchtumsveranstaltung am Montag zum Teil brutal geschlagen wurden. Laut ORF musste einer 15-Jährigen sogar ein Gips an der Hand verpasst werden, nachdem sie ein Krampus in der Mangel hatte. „Meine Tochter hat an der rechten Hand einen Gips, beide Füße sind mit Striemen übersät. Diese sind angeschwollen und blutunterlaufen. Das hat mit Brauchtum nichts mehr zu tun“, so der empörte Vater gegenüber dem Österreichischen Rundfunk.

Der Brucker Krampuslauf ging heuer zum 18. Mal über die Bühne. 2000 Zuseher wollten sich das Spektakel mit 400 Teilnehmern aus Salzburg, der Steiermark und Tirol nicht entgehen lassen.

Laut Polizei wurde während der Veranstaltung nichts Besonderes gemeldet. Auch danach gab es zunächst keine Berichte über Verletzte. Letztlich kamen aber dann doch mindestens fünf Zwischenfälle ans Licht, die dazu führten, dass die betroffenen Besucher medizinisch behandelt werden mussten. Jetzt ermittelt die Polizei. (TT.com)