Letztes Update am Do, 10.12.2015 11:42

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Tote bei Teufelsaustreibung: Südkorea bietet Verdächtigen Hilfe an

Südkorea bietet den fünf Festgenommenen in Frankfurt konsularische Unterstützung an. Das Generalkonsulat hat auch Kontakt zur Familie der Getöteten aufgenommen.

Mehrere Beschuldigte sollen eine 41-Jährige in diesem Hotel über Stunden hinweg an ein Bett gefesselt und geprügelt haben, bis sie schließlich erstickte.

© DPAMehrere Beschuldigte sollen eine 41-Jährige in diesem Hotel über Stunden hinweg an ein Bett gefesselt und geprügelt haben, bis sie schließlich erstickte.



Frankfurt am Main – Nach dem Tod einer Koreanerin bei einer mutmaßlichen „Teufelsaustreibung“ in Frankfurt am Main hat Südkorea den Verdächtigen konsularische Unterstützung angeboten. Die deutsche Polizei hatte fünf Menschen festgenommen. Darunter befand sich nach ersten Erkenntnissen auch der 15-jährige Sohn der Getöteten.

Bei dem 41 Jahre alten Opfer und den Festgenommenen handle es sich um Südkoreaner, teilte eine Sprecherin des Außenministeriums in Seoul am Donnerstag mit. Das südkoreanische Generalkonsulat in Frankfurt habe mit den fünf Menschen wie auch mit der Familie der Getöteten in ihrer Heimat Kontakt aufgenommen.

An Bett gefesselt und stundenlang verprügelt

Mehrere Personen sollen die 41-Jährige in einem Hotel über Stunden hinweg an ein Bett gefesselt und geprügelt haben, bis sie schließlich erstickte. Ihr Motiv war ersten Ermittlungen der Staatsanwalt zufolge, der vermeintlich von Dämonen besessenen Frau den „Teufel auszutreiben“.

Hintergründe, wie etwa die Religionszugehörigkeit von Tätern und Opfer, blieben zunächst unklar. Auch das Außenministerium in Seoul teilte dazu zunächst nichts mit. Wie der südkoreanische Rundfunksender KBS berichtete, bat das Ministerium die deutschen Behörden um unverzügliche und faire Ermittlungen in dem Fall. (dpa)

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