Letztes Update am So, 28.02.2016 07:19

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Nach sexueller Belästigung von Schülerinnen: Täter ausgeforscht

Der 29-Jährige ist teilweise geständig, er wurde auf freiem Fuß angezeigt. Er war an den Ort der Belästigung, ein Einkaufszentrum, zurückgekehrt.

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© Thomas BöhmSymbolfoto.



Innsbruck – Einen Sittenstrolch konnte die Polizei in Innsbruck am Freitagnachmittag ausforschen. Der Mann soll in der vergangenen Woche gleich zwei Schülerinnen im Alter von 15 und 17 Jahren unsittlich berührt haben. Schauplatz des Geschehens war beide Male ein Innsbrucker Einkaufszentrum. Laut Aussagen der Opfer habe der vorerst Unbekannte sie unsittlich berührt und verfolgt.

Am Freitag klickten für den Mann die Handschellen: Security-Mitarbeiter stellten den Sittenstrolch, der offenbar schon wieder im Einkaufszentrum herumlungerte, und übergaben ihn der Polizei. Es handelte sich um einen 29-jährigen Pakistani, der sich bei der Einvernahme teilweise geständig zeigte. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Zum ersten Mal soll der 29-Jährige Montagnachmittag in Erscheinung getreten sein. Er habe sich der 15-Jährigen unsittlich genähert und sie danach bis zum Hauptbahnhof verfolgt, erklärte das Mädchen den Sicherheitsbehörden. Dort konnte sich das Mädchen in einen Bus retten.

Drei Tage später suchte sich der Sextäter dann ein 17 Jahre altes Mädchen als Opfer aus, das er ebenfalls belästigte. Weil er sie durchs Einkaufszentrum verfolgte, wandte sich die Jugendliche schließlich hilfesuchend an einen Sicherheitsangestellten. Durch Bilder der Überwachungskamera konnte der Mann ausgeforscht werden.

Oberstleutnant Hubert Rimml, Leiter des Kriminalreferates beim Stadtpolizeikommando Innsbruck, erklärt, dass dem Tatverdächtigen eine Verurteilung nach § 218 Strafgesetzbuch droht. Dort werden sexuelle Belästigung und öffentliche geschlechtliche Handlungen sanktioniert. „Da das unsittliche Berühren mit maximal einem halben Jahr Freiheitstrafe bestraft werden kann, ist eine Anzeige auf freiem Fuß üblich“, so Rimml.

Er rät Opfern von Belästigung, andere auf die Vorgänge aufmerksam zu machen. (pla, APA)