Letztes Update am Fr, 26.08.2016 10:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

AK Tirol warnt vor falschem Mahnbrief: Betrüger am Werk

Das angeblich Inkasso-Büro „EK Flex B. V.“ versucht mit aggressivem Ton, nichtsahnenden Tirolern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Rund 40 Millionen Euro beträgt das Budget der Tiroler Arbeiterkammer, es wird von den Pflichtmitgliedsbeiträgen gespeist.

© Robert PariggerRund 40 Millionen Euro beträgt das Budget der Tiroler Arbeiterkammer, es wird von den Pflichtmitgliedsbeiträgen gespeist.



Innsbruck – Ein gefälschtes Mahnschreiben macht derzeit in Tirol die Runde. In den vergangenen Tagen haben sich vermehrt Betroffene bei der Arbeiterkammer gemeldet, die vom angeblichen Inkasso-Büro „EK Flex B. V.“ Post erhalten hatten. Darin enthalten: Eine satte Forderung von Hunderten Euro. Wofür genau bleibt unklar. Nur die Konsequenzen werden deutlich gemacht: Wer nicht zahlt darf sich angeblich schon demnächst über die Einleitung eines Gerichtsverfahrens freuen.

„ Es handelt sich um versuchten Betrug. Die Mahnungen sind schlichtweg Fälschungen“, stellt die Arbeiterkammer klar. Wer das Schreiben in seinem Briefkasten und den beigelegten Zahlschein findet, kann beides getrost entsorgen.

Wie die Konsumentenschützer berichten, wurde die Gangart der Betrüger in jüngeren Fällen noch verschärft: „Es ist von einer noch höheren Forderung die Rede, die nun samt Kosten und Spesen bereits rund 1000 Euro betragen soll. Für den Fall, dass dieser angeblich ausstehende Betrag nicht binnen kurzer Zeit überwiesen werde, drohen die Unbekannten, dass sie das Konto des Betroffenen mittels ,Vorpfändung‘ sperren“, berichtet die AK in einer Aussendung. Um dem Nachdruck zu verleihen, ist dem Schreiben ein offensichtlich gefälschter „Vorpfändungsbeschluss“ eines fiktiven Amtsgerichtes beigelegt.

Die Experten raten: „Nicht verunsichern lassen, keinesfalls zahlen und die Forderungen ignorieren.“ (TT.com)