Letztes Update am Fr, 26.08.2016 10:49

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Dresden

Emotionale Erklärungen der Familie im Anneli-Prozess

Im Prozess um die aus Habgier ermordete Unternehmertochter Anneli fand der Vater des Opfers klare Worte für die Täter: „Sie sind Ausgeburten der Hölle“.

Suchmannschaften hatten die ganze Umgebung nach Anneli abgesucht. Ihre Entführer hatten sie da schon getötet.

© dpa-ZentralbildSuchmannschaften hatten die ganze Umgebung nach Anneli abgesucht. Ihre Entführer hatten sie da schon getötet.



Dresden – In sehr emotionalen Erklärungen haben Vater und Schwester der entführten und getöteten Anneli-Marie vor dem Landgericht Dresden die Auswirkungen des Verbrechens geschildert. „Wir waren eine glückliche Familie“, sagte Uwe R. am Freitag im Prozess gegen die mutmaßlichen Täter. Der Verlust ihres jüngsten Kindes sei eine nicht zu beschreibende Belastung, die Privat- und Geschäftsleben beeinträchtige. Teils unter Tränen schilderte der Unternehmer das Wesen von Anneli und die Folgen „dieser abscheulichen Tat“ für ihr Umfeld. „Sie sind Ausgeburten der Hölle“, sagte er in Richtung der Angeklagten. Die „beiden Nichtsnutze“ hätten die „Perle der ganzen Familie“ zerstört.

Markus B. und Norbert K. sollen die Unternehmer-Tochter aus Klipphausen bei Meißen in Sachsen am 13. August 2015 entführt haben, um von ihrem Vater 1,2 Millionen Euro zu erpressen. An das Geld allerdings kamen die beiden verschuldeten Männer nicht. Sie sind wegen erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge und – im Fall von Markus B. – wegen Mordes angeklagt. (dpa)