Letztes Update am Do, 08.06.2017 21:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Tierquälerei in Imst: Mann schlug Hund mit Eisenstange

Ein mit Blut verschmutztes Stiegenhaus brachte die Imster Polizei auf die Spur eines mutmaßlichen Tierquälers. Nach anfänglichem Leugnen, gab ein 28-Jähriger zu, dass er seinen Hund mehrmals mit einer Eisenstange gegen den Kopf geschlagen habe.

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© BöhmSymbolfoto.



Imst - Ein mit Blut verschmutztes Stiegenhaus in Imst brachte die Polizei auf die Spur eines mutmaßlichen Tierquälers. Die Beamten, die von Anrainern alarmiert wurden, verfolgten die Blutspur. Sie führte zur Wohnung eines 28-jährigen slowakischen Staatsbürgers, heißt es in einer Aussendung.

Von der Polizei nach der Herkunft des Blutes befragt, soll der Mann anfangs angegeben haben, dass er sich bei der Arbeit geschnitten habe. Das Blut stamme daher von ihm. Als er sich mehrfach widersprach und auch keine Schnittverletzung vorweisen konnte, wechselte er seine Geschichte.

Schläge, weil sich Hund nicht unterordnen wollte

Er führte die Beamten zu seinem Hund und erzählte, dass dieser von einem Auto angefahren und dabei verletzt worden sei. Als auch diese Version widerlegt werden konnte, rückte der Slowake mit der Wahrheit raus: Mit einer Eisenstange habe er den Hund mehrmals gegen den Kopf geschlagen - weil dieser sich nicht unterordnen wollte.

Der schwer verletzte Hund wurde, nachdem er vom Amtstierarzt untersucht worden war, sofort in die Tierklinik gebracht. Für den Hundehalter gibt es ein gerichtliches Nachspiel. Gegen ihn wird bei der Innsbrucker Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. (TT.com)