Letztes Update am Sa, 10.06.2017 14:58

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kufstein/Endingen

Verdächtiger im Mordfall Lucile und Carolin wird besonders überwacht

Nachdem der mutmaßliche Frauenmörder von Mithäftlingen attackiert worden war, steht er jetzt unter besonderer Aufsicht.

Trauer um die ermordete Lucile.

© ZOOM-TIROLTrauer um die ermordete Lucile.



Stuttgart – Nach dem Angriff von Mitinsassen auf den Verdächtigen im Kufsteiner und im Endinger Mordfall steht der 40-Jährige im Gefängnis unter besonderer Aufsicht. Der Mann sei in einem Haftraum mit ständiger Kameraüberwachung untergebracht, sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Samstag. Ein Bediensteter bewache ihn. Der nach zwei Morden an jungen Frauen in Endingen bei Freiburg gefasste 40-Jährige war am Mittwoch von Mitinsassen angegriffen und verletzt worden.

Nach dem Vorfall in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Freiburg wurde er zunächst in einem Krankenhaus in Freiburg behandelt und nach seiner Entlassung am Donnerstag in ein anderes Gefängnis verlegt – um welches es sich handelt, sagte der Sprecher nicht. Auch in Freiburg sei der Mann bereits überwacht worden, allerdings „engmaschig“ und nicht permanent. Es habe etwa Kontrollen durch Bedienstete gegeben.

Dem Mann, einem Fernfahrer, wird vorgeworfen, 2013 an der Kufsteiner Innpromenade die französische Austauschstudentin Lucile und drei Jahre später, im Herbst 2016, in Endingen die Joggerin Carolin vergewaltigt und ermordet zu haben. Auch in seinem Heimatland Rumänien wird ein ähnlich gelagerter Mord an einer jungen Frau untersucht. Die Polizei schließt weitere Morde in ganz Europa nicht aus. Der 40-Jährige selbst hatte die Vorwürfe bestritten. (TT.com/dpa)