Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 17.06.2017


Exklusiv

Reinigungsdienst für Raserei

Während man Strafen nach Verbrechen teils mit Fußfessel oder Sozialdienst verbüßen kann, blieb dies bei Verwaltungsdelikten bislang verwehrt. Ein Gesetzesentwurf macht nun Hoffnung.

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© ZOOM-TIROL



Von Reinhard Fellner

Wien, Innsbruck – Ein bundesweit erörterter Tiroler Fall um Schwarzfahrten trotz entzogenen Führerscheins zeigt seit 2015 auf, dass der Vollzug des Verwaltungsstrafgesetzes in die Jahre gekommen ist. So muss ein Stubaier Familienvater für über drei Jahre in Haft (zu 63.868 Euro an Geldstrafen), weil man ihn 40-mal beim Schwarzfahren erwischt hatte. Das Strafenbündel, welches bei Gericht sonst Schwerverbrecher trifft, kennt im Verwaltungsbereich – im Gegensatz zur Justiz – bis heute keine Möglichkeit, Haftstrafen bedingt nachzusehen, ersatzweise abzuarbeiten oder per Fußfessel zu verbüßen.

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