Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 11.10.2017


Gerichtssplitter

Sozialhilfe von Toter bezogen

© TT/Thomas BöhmLandesgericht Innsbruck.



Nach dem Ableben der Lebensgefährtin im Frühjahr 2016 war eine Innsbruckerin nach gestrigen Aussagen am Landesgericht in ein schwarzes Loch gefallen. Im Zuge dieser Umnachtung hatte die 68-Jährige jedoch für die Verstorbene Anträge auf Mindestsicherung und Mietzinsbeihilfe beim Innsbrucker Sozialamt eingereicht. Schwerer gewerbsmäßiger Betrug mit einer Restschadenshöhe von 8341 Euro — die doppelte Sozialhilfe zahlt die Rentnerin nämlich nun mühsam zurück. Ein Jahr bedingter Haft und 720 Euro Geldstrafe nahm sie an.

Prozess gegen Schlosser vertagt

Wegen fahrlässiger Körperverletzung war gestern ein Schlosser angeklagt. Die fehlende Abgasführung am Schmiedeofen hatte zu einer Kohlenstoff­monoxidvergiftung verbunden mit einer Bewusstlosigkeit seines Bruders geführt. Es könnte auch die Firma bestraft werden. Der Prozess wurde vertagt. (fell, kk)