Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 05.11.2017


Innsbruck

Latente Unsicherheit trotz niedriger Kriminalität

null

© SPK Innsbruck



Innsbruck – Am 1. Juli 2017 führte das Innenministerium österreichweit die Initiative „Gemeinsam.Sicher“ ein. Unter Federführung der Polizei sollen in diesem Rahmen unter anderem Sicherheitsforen organisiert und moderiert werden, um die Sicherheit – dort, wo es nötig erscheint – in gemeinsamem Zusammenwirken zu erhöhen.

Eine dieser Zonen, wo es nötig erscheint, an gewissen Stellschrauben zu drehen, ist der Rapoldipark in Innsbruck. Deshalb organisierte das Stadtpolizeikommando Innsbruck mit Unterstützung der Stadtgemeinde ein groß angelegtes Sicherheitsforum. 30 Vertreter verschiedener Behörden, Organisationen und Institutionen, insbesondere aber auch betroffene Anrainer, trafen sich im Bürgersaal im Stadtturm. In intensiven drei Stunden erarbeiteten sie eine Ist-Stands-Analyse bzw. erörterten konkrete Problemfelder. Dabei brachten insbesondere die Anrainer zum Ausdruck, dass trotz einer niedrigen Kriminalitätsbelastung eine latente Unsicherheit empfunden und erkannt wird. Als häufigster Grund dafür wurden Personengruppen genannt, deren Aufenthalt und Verhalten bei den Anrainern das Gefühl entstehen lasse, der Park sei regelrecht besetzt oder okkupiert.

Die gesammelten Problemfelder bilden nun die Grundlage für die Erarbeitung von Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Situation. Organisator Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler: „In den nächsten Wochen werden weitere Arbeitssitzungen folgen. Das vereinbarte Maßnahmenpaket wird abschließend präsentiert und dann möglichst rasch umgesetzt.“ (TT)