Letztes Update am Do, 16.11.2017 15:50

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Leiche in Schrebergarten ist vermutlich vermisste 22-Jährige

Eine 22-Jährige verschwindet spurlos. Verwandte melden sie als vermisst – rund eine Woche später wird in der Nähe des Wohnorts eine Leiche gefunden. Der Ex-Freund der zweifachen Mutter gilt als dringend tatverdächtig, er wird verhaftet.

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Stuttgart – Bei einem morgendlichen Spaziergang hat ein Passant am Donnerstag eine Frauenleiche entdeckt. Der Fundort ist ein Schrebergarten, nicht weit entfernt von der Stadt Backnang im deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Dort lebte Katharina K. (22) – nach der zweifachen Mutter wird seit einer Woche fieberhaft gesucht.

Bei der gefundenen Leiche soll es sich nach Informationen der Deutschen Presse Agentur „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ um die vermisste 22-Jährige handeln. Nach einer Pressekonferenz der Polizei am Nachmittag war klar: Auch die Ermittler selbst haben kaum noch Zweifel, dass es sich um die Vermisste handelt.

Suchaktionen blieben ohne Erfolg

Schon kurz nach dem Verschwinden der jungen Frau vermutet die Polizei ein Gewaltverbrechen. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Frau getötet wurde“, sagt ein Sprecher der Polizei. Und die Beamten machen auch rasch einen Verdächtigen aus – der 24 Jahre alte Ex-Freund der Vermissten wird festgenommen. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl wegen Verdachts eines Tötungsdelikts erlassen. „Aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse gehen wir davon aus, dass der 24 Jahre alte Mann die Frau getötet hat“, hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bei dessen Verhaftung mitgeteilt. Der 24-Jährige, der auch der Vater der Kinder sein soll, wurde in eine Justivollzugsanstalt gebracht. Er sitzt in U-Haft. Auch ohne Leiche habe es ausreichend Hinweise gegeben, die seine Festnahme gerechtfertigt hätten. Welche das waren, wollte der Sprecher am Donnerstag nicht sagen. Ob er sich bereits zu den Vorwürfen geäußert hat, war ebenfalls unbekannt.

Verwandte meldeten Katharina K. am vergangenen Donnerstag als vermisst, nachdem sie einen Tag lang nicht erreichbar war. In ihrer Wohnung fehlten keine persönlichen Gegenstände. Daraufhin gründete die Polizei die Ermittlungsgruppe „Flur“ und leitete eine Öffentlichkeitsfahndung mit Personenbeschreibung und Foto ein.

Suchaktionen in der Umgebung sowie weitere Aufrufe in sozialen Netzwerken blieben ohne Erfolg. Bis Mittwoch seien Hinweise aus der Bevölkerung nur spärlich eingegangen, hieß es seitens der Polizei. (tst)