Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 28.11.2017


Tirol

Vermisste Imsterin Christina S.: Spur führt nach Berlin

Eine Imsterin ist seit zweieinhalb Monaten abgängig. Wie die Polizei ermittelte, könnte sich die Frau in Deutschland aufhalten.

Die Imsterin wird seit Wochen vermisst.

© Polizei/APADie Imsterin wird seit Wochen vermisst.



Von Thomas Hörmann

Imst, Berlin – Wo ist Christina S.? Zweieinhalb Monate nach dem rätselhaften Verschwinden der 18-jährigen Imsterin verfolgt die Polizei erstmals eine heiße Spur. Und diese führt 730 Kilometer in den Norden, wie Hubert Juen, Polizei-Bezirkskommandant von Imst, bestätigt: „Wir haben einen recht vielversprechenden Hinweis, dass sich die Abgängige in der Gegend von Berlin aufhält.“ Konkret handelt es sich bei diesem Hinweis um eine Personenkontrolle, die ein Sicherheitsdienst-Mitarbeiter in Berlin durchgeführt hat: „Dabei überprüfte er eine Frau, die einen Ausweis der Abgängigen vorzeigte“, erzählt Juen. Ob es sich dabei tatsächlich um Christina S. handelte, ist noch unklar: „Wir können natürlich nicht ausschließen, dass der Ausweis der Abgängigen in fremde Hände geriet“, so der Imster ­Polizeichef. Dennoch sei die Spur nach Berlin sehr vielversprechend.

Weniger erfreulich ist, dass Christina S. trotz des Hinweises aus Berlin weiterhin verschollen ist: „Sämtliche Versuche, beispielsweise über Facebook Kontakt zur 18-Jährigen aufzunehmen, blieben ohne Erfolg“, sagt Juen: „Egal ob diese Versuche von der Polizei oder von Bekannten ausgingen.“

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- Polizei

Zur Erinnerung: Christina S. ließ sich Mitte September von ihrem Großvater zum Imster Bahnhof bringen. Angeblich wollte sie mit dem Zug nach Innsbruck fahren. Dort ist sie nie angekommen. Das Konto der Imsterin blieb seither unangetastet, das Handy ausgeschaltet. Dass die 18-Jährige einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, galt von da an keinesfalls mehr als ausgeschlossen. Bei den Ermittlungen stießen die Imster Polizisten auf Hinweise, dass S. nicht nach Innsbruck, sondern mit dem Bus nach Ischg­l gefahren sein könnte. Aber auch dort verlor sich die Spur der 18-Jährigen, die bei ihrem Großvater lebte.

Juen betont, dass die Suche nach der Abgängigen aufrecht bleibt: „Klar ist aber auch, dass sie nichts angestellt hat.“ Unterzutauchen sei nicht verboten.

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