Letztes Update am Do, 05.04.2018 07:29

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Justiz und Kriminalität

Mindestens 28 Tote durch Billigschnaps in Indonesien

Ein Mann, der den gepanschten Alkohol verkauft hatte, wurde verhaftet. In Indonesien kaufen vor allem ärmere Menschen oft gepanschte Alkoholika, weil Bier, Wein und Schnaps sehr teuer sind.

Spezialkräfte der indonesischen Polizei. (Symbolfoto)

© REUTERSSpezialkräfte der indonesischen Polizei. (Symbolfoto)



Jakarta – In Indonesiens Hauptstadt Jakarta sind mindestens 28 Menschen durch selbstgebrannten Billigschnaps ums Leben gekommen, den sie sich an Straßenständen gekauft hatten. Nach Angaben der Polizei klagten die Opfer zunächst über Übelkeit und starben dann innerhalb von ein oder zwei Tagen. Nach einem Bericht der Tageszeitung Kompas (Donnerstag) wurde inzwischen auch ein Mann verhaftet, der den giftigen Alkohol in Umlauf gebracht haben soll.

In Indonesien – mit mehr als 220 Millionen Muslimen das weltweit bevölkerungsreichste muslimische Land – sind Bier, Wein und Schnaps verhältnismäßig teuer. Deshalb kaufen viele Menschen Alkohol aus Schwarzbrennereien. Häufig wird dabei Methanol verwendet, was hoch giftig wirken kann. Immer wieder kommt es auch zu Todesfällen. (dpa)