Letztes Update am Di, 22.05.2018 10:31

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Südtirol

Ermittlungen nach Anschlag auf Flüchtlingsunterkunft in Eppan

In der Nacht auf Sonntag haben Unbekannte eine Explosion am Eingang der „Mercanti Kaserne“ herbeigeführt und rassistische Schmierereien hinterlassen.

Symbolbild.

© Böhm/ TTSymbolbild.



Bozen – Nach einem Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Eppan in Südtirol hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. In der Nacht auf Sonntag war am Eingang der „Mercanti-Kaserne“, in der Asylsuchende untergebracht sind, ein Sprengkörper explodiert.

Dieser hatte einen lauten Knall aber keine Schäden verursacht. Personen wurden keine verletzt. Allerdings wurden Schriftzüge und Schriften mit eindeutig ausländerfeindlichem Inhalt gefunden.

Anschlag scharf verurteilt

Die Carabinieri ermittlen wegen Verursachung einer gefährlichen Explosion. Sollte der Verein, der die Einrichtung für Flüchtlinge führt, Anzeige erstatten, würden weitere Anklagepunkte hinzukommen, hieß es. Unter anderem wegen rassistischer Propaganda und Diskriminierung.

Bisher habe sich niemand zum Anschlag bekannt. Die Ermittler schließen deshalb sowohl die Tat eines Einzeltäters als auch eine Verbindung zu rechtsextremen Kreisen nicht aus. Die Landesregierung verurteilte den Anschlag scharf. Der Regierungskommissär lud für Donnerstag zu einem Sicherheitsgipfel. (APA)