Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 05.10.2018


Rad-WM Tirol

,,Kickl Ride to Höll“: Hilfsangebot und Kritik von Zangerl

Die zwei Männer, die am Rande des Herren-Elite-Rennens der Rad-WM in Innsbruck ein Plakat gegen Innenminister Herbert Kickl in die Höhe hielten, bekommen Rückendeckung von Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl.

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© privat



Innsbruck – Jene beiden Rad-Fans, die vergangenen Sonntag am Rande des Herren-Elite-Rennens der Rad-WM in Innsbruck ein Plakat gegen Innenminister Herbert Kickl in die Höhe gehalten haben, bekommen Rückendeckung von Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl. Via Facebook hat er die beiden eingeladen, sich bei ihm zu melden. „Ich biete ihnen unsere Rechtsberatung in dieser Sache an“, erklärt Zangerl. Schließlich haben sich die zwei für ihre Aktion eine Anzeige der Polizei wegen „Anstandsverletzung“ eingehandelt. Ein Vorgehen der Exekutive, das Zangerl nicht nachvollziehen kann: „Wo kommen wir denn da hin? Dieses Transparent fällt unter die freie Meinungsäußerung.“ Es könne nicht sein, dass man in Österreich inzwischen so weit ist, dass man Anzeigen fürchten muss, wenn man von einem Grundrecht Gebrauch mache. „So kann es jedenfalls nicht gehen. Da war ja der Metternich noch harmlos“, wettert Zangerl. (np)

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