Letztes Update am Mo, 22.10.2018 17:33

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Niederösterreich

Polizei-Schüsse auf Fluchtwagen: 13-Jähriger hat 25 Einbrüche begangen

Der Teenager war in eine Polizeikontrolle geraten. Zunächst blieb er sitzen, dann stieg er aufs Gas. Ein Polizist gab mehrere Schüsse auf die Reifen des Wagens ab.

Die Polizei hatte mehrere Schüsse auf die Reifen des Flucht-Fahrzeuges abgegeben.

© APA/LPD NÖDie Polizei hatte mehrere Schüsse auf die Reifen des Flucht-Fahrzeuges abgegeben.



Böheimkirchen/Wien – Dem 13-jährigen Wiener, der sich am Montag im Bezirk St. Pölten-Land mit einem Pkw eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hat, werden laut Exekutive zumindest 25 Einbruchsdiebstähle in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland zugeordnet. Angelastet werden dem Jugendlichen überwiegend Einbrüche in Trafiken, berichtete die Polizei in einer Aussendung.

Die Erhebungen wurden am Montagabend durch Beamte der Polizei Böheimkirchen und des Kriminaldienstes der Polizei Sollenau weitergeführt.

Mehrere Schüsse auf Flucht-Fahrzeug

Bei der Verfolgung eines 13-jährigen mutmaßlichen Autodiebes aus Wien-Donaustadt hatte die Polizei am Montagvormittag im Bezirk St. Pölten-Land mehrere Schüsse auf die Reifen des Flucht-Fahrzeuges abgegeben. Der Jugendliche fuhr auf der Felge weiter, bis er in Lanzendorf (Gemeinde Böheimkirchen) in einer Sackgasse gestellt und laut Polizeiangaben vorläufig festgenommen wurde. Verletzt wurde niemand.

Der Lenker war bei einer Kontrolle in Böheimkirchen trotz mehrmaliger Aufforderung nicht aus dem Fahrzeug ausgestiegen. Danach habe er den Retourgang eingelegt und sei gegen ein dahinter abgestelltes Polizeiauto geprallt. Zwei Beamte mussten sich durch Sprünge zur Seite in Sicherheit bringen, berichtete die Exekutive in einer Aussendung. Danach sei der Jugendliche vorwärts in Richtung eines Polizisten gefahren und schließlich an dem Mann vorbei.

Von zwei Beamten seien die Reifen des Fluchtfahrzeuges daraufhin mehrmals aus kurzer Distanz beschossen worden. Dabei wurden keine anderen Personen gefährdet und keine weiteren Sachen beschädigt, hielt die Polizei fest. (APA)