Letztes Update am Mi, 07.11.2018 16:49

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Vermisstenfall in Hessen gelöst? Mann führte Polizei zu Leiche im Wald

Ein Mann meldet sich bei der Polizei und führt die Beamten zu einer Leiche, die er selbst vergraben haben will. Bei dem Toten handelt es sich wohl um einen seit Wochen vermissten Mann. Erste Anzeichen sprechen für eine mögliche Beziehungstat.

© pixabaySymbolfoto.



Rodgau – Ein 45-Jähriger aus Hessen hat laut eigenem Geständnis einen Toten im Wald vergraben – es soll der neue Mann seiner Ex-Frau gewesen sein. Am Mittwoch stand noch nicht fest, ob es sich um ein Verbrechen handelt, berichtete die Polizei. Der Mann habe sich am Dienstag bei den Ermittlern gemeldet: Er habe im August dieses Jahres in der Nähe von Offenbach einen Leichnam im Wald verscharrt. Der 45-Jährige brachte Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft noch am Dienstag persönlich dorthin. Der Mann ist in Polizeigewahrsam.

Bei der Leiche handelt es sich „hoher Wahrscheinlichkeit nach“ um einen seit einigen Wochen vermissten 45 Jahre alten Mann aus Bad Nauheim, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittler wollten noch am Mittwoch die Identität und die genaue Todesursache bei einer Obduktion klären. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, an diesem Donnerstag nähere Informationen herausgeben zu können.

Ebenfalls in Polizeigewahrsam befindet sich die 39-jährige Ex-Frau des Tatverdächtigen. Sie soll die Ehefrau des Toten sein. Der Verdächtige hatte ausgesagt, dass sie bei der Beseitigung des Leichnams geholfen habe, teilte die Polizei mit. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde sie noch in der Nacht auf Mittwoch vorläufig festgenommen. Ob sie dem Haftrichter vorgeführt wird, muss laut Staatsanwaltschaft am Donnerstag entschieden werden. (dpa)




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