Letztes Update am Mi, 21.11.2018 10:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Polizei warnt: Neffenbetrüger wieder vermehrt in Tirol aktiv

In Tirol versuchen offenbar wieder vermehrt Neffenbetrüger, aus ihren Opfern Geld herauszulocken. Die Polizei warnt vor den dreisten Betrügern und gibt Tipps, damit man nicht auf die Unbekannten hereinfällt.

© Thomas Böhm / TTSymbolbild.



Innsbruck – Zwei aktuelle Fälle von versuchtem Neffenbetrug lassen bei der Polizei in Tirol wieder die Alarmglocken schrillen: Am Dienstag versuchten Unbekannte gleich zwei Mal, bei älteren Frauen Geld für Auktionen herauszulocken. Die Anrufer gaben sich gegenüber den Tirolerinnen als Verwandte aus und forderten Bargeld. Zu Glück gingen die Frauen nicht darauf ein, sondern meldeten die Betrugsversuche der Polizei.

Diese warnt nun in einer Aussendung vor der Masche der Täter. Demnach haben es die Betrüger oft auf ältere Menschen abgesehen, die sie zunächst anrufen und sich als Bekannte oder Verwandte ausgeben. Fragt der oder die Betroffene nach, wer am anderen Ende der Leitung sei, wird vorwurfsvoll die Gegenfrage gestellt, ob man ihn denn nicht erkenne.

Polizei rät zu absoluter Vorsicht

Im weiteren Verlauf des Gespräches schildert der Täter dann eine finanzielle Notlage und bittet darum, kurzfristig Geld ausleihen zu dürfen. Die Geldübergabe findet größtenteils in der Wohnung des Opfers statt, der angebliche Verwandte vereinbart dabei, dass er einen Freund vorbeischickt. Wie die Polizei berichtet, kommt es nicht selten vor, dass die Opfer bei derartigen Taten ihre gesamten Lebensersparnisse verlieren.

Die Beamten raten daher dringend dazu, Telefonate abzubrechen, bei denen Geld gefordert wird. Man sollte sich nicht auf Diskussionen einlassen. Außerdem sollte man niemanden in sein Haus lassen, den man nicht kennt. Schon gar nicht sollte man sich damit einverstanden zeigen, dass eine „Vertretung“ das Geld abholt. Wer Opfer von Neffenbetrügern geworden ist, sollte sich dringend an die Polizei wenden und den Vorfall nicht aus Scham verheimlichen. (TT.com)