Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 25.11.2018


Exklusiv

Anwalt kritisiert Magistrat wegen Pensionierungspraxis

Pensionierte Magistrats­beamte erhalten ihr Urlaubsersatzgeld nur, wenn sie einen Antrag stellen. Für einen Anwalt schlicht Betrug.

Die Pensionierungspraxis im Innsbrucker Rathaus sei betrugsverdächtig, sagt ein Anwalt. Der Personalche­f des Magistrats weist die Kritik entschieden zurück.

© Thomas BöhmDie Pensionierungspraxis im Innsbrucker Rathaus sei betrugsverdächtig, sagt ein Anwalt. Der Personalche­f des Magistrats weist die Kritik entschieden zurück.



Von Thomas Hörmann

Innsbruck – „Schwerer Betrug, systematisches Vorenthalten von Teilen des Gehalts“: So lauten die schweren Vorwürfe, die Anwalt Kurt Bayr in einem Beschwerdeschreiben gegen die Stadt Innsbruck erhebt. Weil Beamt­e bei der Pensionierung einen Antrag stellen müssen, um eine finanzielle Abgeltung für den nicht konsumierten Urlaub zu erhalten. „Wer etwa aus Unwissenheit keinen Antrag stellt, bekommt auch nichts“, sagt Bayr: „Das kann es nicht sein.“ Der Innsbrucker Jurist ist überzeugt, dass es sich keinesfalls um Einzelfälle oder Systemfehler handelt. „Allein mir sind drei derartige Fälle bekannt.“ Ferdinand Neu, Personalchef des Magistrats, spielt den Ball ans Land weiter: „Das Landesdienstrecht müsste geändert werde­n.“

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