Letztes Update am Do, 17.01.2019 18:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kolumbien

Mindestens acht Tote bei Anschlag auf Polizeischule in Bogota

Kurz nach einer Beförderungsfeier explodierte auf dem Gelände einer Polizeiakademie in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota eine Autobombe.

In einer Polizeiakademie in Kolumbien explodierte eine Autobombe.

© imago stock&peopleIn einer Polizeiakademie in Kolumbien explodierte eine Autobombe.



Bogota – Bei einem Bombenanschlag auf eine Polizeiakademie in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota sind nach Behördenangaben am Donnerstag mindestens acht Menschen getötet worden. Zehn weitere seien durch die Autobombe in der General-Santander-Schule verletzt worden, teilte das kolumbianische Verteidigungsministerium mit, dem die nationale Polizei unterstellt ist.

Staatschef Ivan Duque verurteilte die Tat im Kurzbotschaftendienst Twitter als „elenden Terrorakt“.

Das Verteidigungsministerium erklärte, „bis jetzt“ gebe es acht Tote. Es habe sich um einen Terrorakt kurz nach einer Beförderungsfeier gehandelt. Der Bürgermeister von Bogota, Enrique Penalosa, hatte zunächst von mindestens fünf Todesopfern und rund einem Dutzend Verletzten gesprochen. Auf Fernsehbildern von der Polizeischule waren das ausgebrannte Wrack eines Fahrzeugs und mehrere Krankenwagen zu sehen.

Fahrzeug fuhr „plötzlich“ auf das Schulgelände

Eine Mitarbeiterin des Santitätsdienstes der Armee sagte im Radio, das Fahrzeug mit der Bombe sei „plötzlich“ auf das Schulgelände gefahren, sofort danach sei die Explosion erfolgt.

Präsident Duque kündigte seine sofortige Rückkehr von einer Reise in den Nordwesten des Landes in die Hauptstadt an. „Wir Kolumbianer lehnen alle Terrorismus ab, und wir stehen zusammen im Kampf gegen ihn“, schrieb er auf Twitter. Der Anschlag mache die Kolumbianer traurig, sie gäben aber nicht der Gewalt nach.

Duques Vorgänger Juan Manuel Santos hatte den jahrzehntelangen Guerilla-Krieg mit den linksgerichteten FARC-Rebellen im November 2016 mit einem Friedensabkommen beendet. Die FARC-Kämpfer gaben darauf ihre Waffen ab, mittlerweile tritt die Gruppe als politische Partei auf.

Die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen mit der Guerillagruppe ELN macht der rechtsgerichtete Duque von der Freilassung aller Geiseln abhängig, die sich in der Gewalt der Gruppe befinden. Der seit August 2018 amtierende Staatschef hat überdies den Kampf gegen den Drogenhandel verschärft. (APA/AFP)


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