Letztes Update am Do, 24.01.2019 11:37

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Mordfall Susanna: Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Ali B.

Im Juni 2018 wird die Leiche der 14-jährigen Susanna an einer Bahnstrecke in Wiesbaden entdeckt. Nun hat die Staatsanwaltschaft den Verdächtigen Ali B. wegen Mordes und Vergewaltigung angeklagt. Der Flüchtling soll noch weitere Taten begangen haben.

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Mainz – Rund acht Monate nach der Verhaftung des mutmaßlichen Mörders der 14-jährigen Schülerin Susanna aus Mainz hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Tatverdächtigen Ali B. erhoben. Dem 21-Jährigen werde vorgeworfen, das Mädchen vergewaltigt und erwürgt zu haben, teilte die Ermittlungsbehörde in Wiesbaden mit.

Als Mordmerkmale wertet die Staatsanwaltschaft Heimtücke und die Absicht, mit der Tötung eine Vergewaltigung zu verdecken. Außerdem werden ihm zwei weitere Vergewaltigungen vorgeworfen. Über die Anklage war bereits im November berichtet worden. Erst nach der Information aller Verfahrensbeteiligten wurde sie nun aber offiziell erhoben.

Auch Mord an Elfjähriger zur Last gelegt

Der in Untersuchungshaft sitzende irakischen Flüchtling Ali B. hat gestanden, Susanna in der Nacht zum 23. Mai 2018 getötet zu haben. Die Leiche wurde am 6. Juni in Wiesbaden-Erbenheim gefunden. Ali B. hatte sich nach der Tat in den Irak abgesetzt, wo er von kurdischen Sicherheitskräften festgenommen wurde.

An der Rückholung beteiligte sich auch Bundespolizeipräsident Dieter Romann. Ein deshalb gegen Romann eingeleitetes Verfahren wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung sei mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt worden, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Wenige Wochen vor dem Mord an Susanna soll Ali B. zudem eine Elfjährige in seinem Zimmer vergewaltigt zu haben. Das Kind soll er dann noch ein weiteres Mal vergewaltigt haben. Schließlich soll er mit einem Messer bewaffnet einen Mann ausgeraubt haben, weshalb ihm auch schwerer Raub in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Nötigung vorgeworfen wird. (AFP)




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