Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 26.01.2019


Innsbruck

Brüder von mehreren Männern in Innsbruck attackiert: Attacke vor Klärung

Nach der brutalen Schlägerei mit einem Schwerverletzten vor knapp drei Monaten konnten Innsbrucker Kripobeamte zwei Verdächtige ausforschen.

(Symbolfoto)

© TT/Thomas Böhm(Symbolfoto)



Innsbruck – Nach der brutalen Schlägerei mit einem Schwerverletzten vor knapp drei Monaten konnten Innsbrucker Kripobeamte zwei Verdächtige ausforschen. Es war in der Nacht zum 1. November vor einem Nachtlokal in der Tschamlerstraße, als zwei türkischstämmige Brüder ins Visier von zehn Tschetschenen gerieten. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass eine Frau im Lokal der Auslöser für den Streit war. Ein Tschetschene fand offenbar Gefallen an ihr, obwohl sie in männlicher Begleitung war. Bald geriet der Freund der Frau ins Visier der zehn Tschetschenen. Als zwei türkischstämmige Brüder aus Innsbruck dem Mann helfen wollten, waren sie selbst an der Reihe. Allerdings nicht im Lokal. Die Tschetschenen warteten vor dem Gebäude, bis die Brüder ins Freie kamen. Der Auftakt für die Auseinandersetzung, bei der ein Innsbrucker rasch zu Boden geschlagen wurde. Als er sich wieder aufrappeln wollte, erhielt er einen so heftigen Tritt gegen den Kopf, dass er das Bewusstsein verlor. Ein zehntägiger Aufenthalt in der Innsbrucker Klinik war die Folge der Attacken. Die Tschetschenen flüchteten. Die Fahndung der Polizei blieb zunächst ohne Ergebnis.

Allerdings konnten die Kripo-Beamten auf hochwertige Fotos von Überwachungskameras zurückgreifen. Jetzt gelang es, die ersten beiden Verdächtigen zu identifizieren. Von zwei weiteren Beteiligten steht die Identität noch nicht fest, die Ermittlungen laufen.

Gestern kam es erneut zu einer Massenschlägerei in Innsbruck. 15 bis 20 Jugendliche trafen bei den Bögen aufeinander. Erste Ermittlungen ergaben, dass zwei Jugendliche die Massenschlägerei vereinbart hatten. Bei den Beteiligten handelte es sich um österreichische, türkische und tschetschenische Staatsbürger. Einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen schließt die Polizei derzeit aus. (tom, TT)

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