Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 24.02.2019


Tirol

Alpbacher Bauer will wegen Kuh-Urteil die Wege sperren

Ein Bauer aus Alpbach hat in einer E-Mail an den Tourismusverband erklärt, dass er sich aufgrund des Urteils gezwungen sehe, mehrere Wanderwege rund um seine Alm zu sperren.

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Alpbach – Mit ersten Reaktionen nach dem Kuhattacken-Urteil sieht sich der TVB Alpbachtal & Tiroler Seenland konfrontiert. Ein Bauer aus Alpbach hat in einer E-Mail an den Tourismusverband erklärt, dass er sich aufgrund des Urteils gezwungen sehe, mehrere Wanderwege rund um seine Alm zu sperren und Schilder mit einem Betretungsverbot aufzustellen. Der Bauer wollte gestern keine Stellungnahme abgeben, sondern noch Gespräche mit den Touristikern abwarten. Auch TVB-Geschäftsführer Markus Kofler ist nicht glücklich, dass die E-Mail auf Facebook gelandet ist. „Wir werden nicht in Panik verfallen, zumal das Urteil nicht rechtskräftig ist. Und noch haben wir Winter“, sagt er. Es müsse Gespräche mit Land und Bund geben, der TVB könne das nicht lösen. Kofler zeigt Verständnis für den Bauern. „Denn die Bauern ermöglichen anderen, dass diese sich auf ihrem Grund und Boden bewegen können.“ Das Urteil sei „eine Katastrophe“, ebenso, dass „amerikanische Verhältnisse“ Einzug halten, wo offenbar niemand mehr Eigenverantwortung übernehmen wolle. (ad)