Letztes Update am Mi, 03.04.2019 10:37

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Oberösterreich

Pensionist (81) verlor durch Neffentrick 100.000 Euro

Dreiste Betrüger, die ihren Opfern am Telefon hohe Geldbeträge abluchsen, gibt es immer wieder. Jetzt tappte ein 81-jähriger Oberösterreicher in diese Falle. Er übergab einer vermeintlichen Bekannten 100.000 Euro für einen „Wohnungskauf“.

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Linz – Ein oberösterreichischer Pensionist hat am Dienstag 100.000 Euro an Betrügerinnen verloren, weil er auf den sogenannten Neffentrick hereinfiel. Eine Frau hatte ihn telefonisch um finanzielle Hilfe gebeten. Da der 81-Jährige glaubte, sie zu kennen, übergab er das Geld an eine Komplizin, berichtete die Landespolizeidirektion Oberösterreich am Mittwoch.

Die Frau rief ihn am Vormittag an, sie habe ein Problem. Sie sitze jetzt bei einem Rechtsanwalt in Linz, sagte die Betrügerin mit vermutlich deutschem Akzent. Deshalb brauche sie 100.000 Euro, um eine Wohnung zu kaufen und da es einen weiteren Interessenten gebe, müsse es rasch gehen. Der 81-Jährige glaubte, in der Stimme eine Bekannte zu erkennen und sagte zu, das Geld zu besorgen.

Das Geld solle der Pensionist der Mutter des Juristen in Gallneukirchen (Bezirk Urfahr-Umgebung) übergeben. Der 81-Jährige hob bei Banken insgesamt 100.000 Euro ab. Er brachte die beiden Geldsäckchen wie vereinbart einer Frau zu einem Treffpunkt in Gallneukirchen.

Sie war etwa 50 Jahre alt, 1,70 Meter groß, schlank mit dunklen Haaren und ebensolchem Teint. Gesprochen wurde nicht viel, die Botin verschwand zu Fuß zwischen zwei Gebäuden. Als der Pensionist später die Bekannte anrief, erfuhr er, dass sie zurzeit im Ausland ist und erstattete sofort Anzeige. (APA)




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