Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 05.04.2019


Innsbruck-Land

Meldungen über versuchte Entführungen in Telfs und Inzing

Unbekannte sollen in den vergangenen Tagen probiert haben, Kinder in Telfs und Inzing in Autos zu locken. Konkrete Hinweise gibt es in keinem der Fälle.

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© APA (Hochmuth)/GEORG HOCHMUTH(Symbolfoto)



Telfs, Inzing – Hundertfach wurden die Nachrichten in den sozialen Medien geteilt. Deren Inhalt: Am Dienstag sollen in Inzing, gestern in Telfs Unbekannte versucht haben, Kinder in ihr Auto zu locken. Während die Polizei Zirl bei dem Fall in Inzing inzwischen von einem Missverständnis ausgeht, haben die Telfer Beamten noch keine genauen Erkenntnisse.

„Zwei Mädchen, gleich alt, Freundinnen, aus derselben Klasse, sind Donnerstagmorgen zur Klassenlehrerin und haben vom Vorfall berichtet“, erzählt Silvia Heigl, Direktorin der Volksschule Josef Schweinester in Telfs. „Sie haben einen unterschiedlichen Schulweg, waren alleine unterwegs. Wir haben die Sache dann bei der Polizei gemeldet.“ Diese bestätigt die Meldung: „Zwei angeblich voneinander unabhängige Ereignisse wurden uns gemeldet“, sagt ein Telfer Beamter. Weitere gesicherte Informationen dazu gebe es aber keine, die Ermittlungen laufen. Laut Direktorin Heigl seien die Eltern persönlich benachrichtigt worden, das richtige Verhalten in solchen Fällen werde im Unterricht „immer wieder thematisiert. Panik ist unangebracht, wir raten den Kindern aber, in Gruppen zur Schule zu gehen.“

Bereits am Dienstagnachmittag soll versucht worden sein, einen Buben in Inzing in ein Auto zu locken. „Es wurde bei uns angezeigt, inzwischen gehen wir aber davon aus, dass keine versuchte Entführung vorliegt, sondern ein Missverständnis“, kommentiert eine Beamtin der zuständigen Polizei in Zirl. Viele aufgeregte Eltern hätten bei ihm angerufen, berichtet Volker Coret­h, Direktor der Volksschule Inzing. „Daher haben wir den richtigen Umgang in solchen Situationen mit den Kindern besprochen.“

Vor eineinhalb Wochen hatte eine Meldung über eine angeblich versuchte Entführung in Absam, wie berichtet, für Aufsehen gesorgt. (bfk)