Letztes Update am Mi, 01.05.2019 19:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


1. Mai

Tränengas und Hunderte Festnahmen bei Mai-Kundgebung in Paris

In ganz Frankreich nahmen mindestens 151.000 Menschen an Demonstrationen teil, davon 16.000 in Paris. Auf Fernsehbildern sah man zahlreiche Anhänger der „Gelbwesten“ unter den Demonstranten.

Zahlreiche "Gelbwesten" und andere Demonstranten gingen in ganz Frankreich auf die Straße wie hier in Nantes.

© AFPZahlreiche "Gelbwesten" und andere Demonstranten gingen in ganz Frankreich auf die Straße wie hier in Nantes.



Paris – Am Rande einer Gewerkschaftskundgebung zum 1. Mai ist es in Paris zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte im Süden der Hauptstadt Tränengas gegen gewalttätige Demonstranten ein, wie der Nachrichtensender BFMTV am Mittwoch berichtete. Allein in Paris seien mindestens 249 Menschen vorläufig festgenommen worden. Die Auseinandersetzungen hatten begonnen, als mehrere hundert Aktivisten des sogenannten Schwarzen Blocks am Boulevard Montparnasse zur Kundgebung drängten, die später zu einem Demonstrationszug durch die Stadt starten sollte.

Mitglieder des antikapitalistischen „Schwarzen Blocks“ und radikale Vertreter der Protestbewegung der „Gelbwesten“ hatten dazu aufgerufen, Paris in die „Hauptstadt des Aufstands“ zu verwandeln. Bereits im vergangenen Jahr hatte es am 1. Mai in Paris schwere Ausschreitungen gegeben.

Auch in Bordeaux wurde demonstriert.
Auch in Bordeaux wurde demonstriert.
- AFP

In ganz Frankreich nahmen mindestens 151.000 Menschen an Demonstrationen teil. Davon entfielen 16.000 auf Paris, wie BFMTV unter Berufung auf die Behörden berichtete.

Auf Fernsehbildern waren zahlreiche Anhänger der „Gelbwesten“ bei der Pariser Kundgebung zu sehen. Die „Gelbwesten“ protestieren seit November gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron. Bei den Protesten von Anhängern der „Gelbwesten“ war es in den vergangenen Monaten in der Hauptstadt immer wieder zu Ausschreitungen gekommen. Deswegen sind einige Bereiche wie die Prachtstraße Champs-Élysées für Demonstrationen gesperrt. (APA/dpa)