Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 03.06.2019


Exklusiv

Entlassung nach Belästigungen einer Mitarbeiterin in Tiroler Firma

Das Innsbrucker Arbeitsgericht bestätigte nun Belästigungen einer Mitarbeiterin als Entlassungsgrund. „Tussi“ und Grapschen „im Spaß“ kosteten langjährigen Mitarbeiter Job.

Sexuelle Belästigungen sind seit 2016 nicht nur strafbar, sondern können auch den Job kosten.

© iStockSexuelle Belästigungen sind seit 2016 nicht nur strafbar, sondern können auch den Job kosten.



Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Wertevorstellungen sind im Wandel. Nicht selten müssen sich die Verhaltensweisen von Bürgern dann auch an neuen Rahmenbedingungen orientieren. Dies musste nun auch ein langjähriger Mitarbeiter eines großen Tiroler Unternehmens zur Kenntnis nehmen. Noch vor fünf Jahren wäre er wegen vorgeworfener Belästigungen einer Mitarbeiterin wohl kaum entlassen worden. Kein Arbeitsgericht hätte diese Entlassung zudem bestätigt. Schließlich ist beispielsweise der strafrechtliche „Grapsch-Paragraf“ (sexuelle Belästigungen und öffentliche geschlechtliche Handlungen) erst seit 2016 in Kraft.

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