Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.06.2019


Tirol

Kokain-Schmuggelbande: Bis dreieinhalb Jahre Haft

Symbolfoto.

© Thomas BöhmSymbolfoto.



Im Herbst kam den Innsbrucker Drogenfahndern zu Ohren, dass es im Innsbrucker Stadtteil Pradl auch im Sommer heftig schneit. Auf der Suche nach dem Ursprung der gehandelten Kokainmengen war man dann auf einen 27-jährigen Innsbrucker gestoßen. Nach Observationen klickten am 26. November die Handschellen. Kein Einzelschicksal des Verdächtigen. Konnten doch zeitgleich auch eine 40-jährige Dominikanerin und ein 39-jähriger Landsmann ausgeforscht werden. Dieser hatte nach den Ermittlungen als der eigentliche Drahtzieher der Bande fungiert, wie Staatsanwalt Hansjörg Mayr beim Drogenprozess am Landesgericht vorbrachte.

So hatte der 39-Jährige den 27-Jährigen in einem Innsbrucker Lokal kennen gelernt und diesem wiederum später die Dominikanerin vorgestellt. Schnell war man sich zum Zusammenschluss zu einer kriminellen Vereinigung einig. Dabei sollte die Frau für 1000 Euro pro Fahrt Kokain aus Paris und Spanien nach Tirol schmuggeln. Dieses war in Innsbruck dann vom 39-Jährigen zu 100 Prozent mit Milchzucker aufgestreckt und mindestens 350 Gramm davon vom 27-Jährigen in der Landeshauptstadt unter die Süchtigen gebracht worden.

Dazu zeigten sich die Dominikaner teils und voll geständig. Es blieb bei drei Jahren Haft. Aufgrund von acht Vorstrafen ergingen über den 27-Jährigen jedoch nicht rechtskräftig dreieinhalb Jahre Gefängnis. (fell)

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