Letztes Update am Do, 13.06.2019 14:44

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Betrug

Razzia: 30 Onlinehändler festgenommen, 3300 Webseiten geschlossen

Mehr als 4,7 Millionen Produkte wurden beschlagnahmt und 16.470 Social-Media-Konten stillgelegt. Insgesamt waren 18 Länder an der Aktion beteiligt.

Gehandelt wurde unter anderem mit Gewand, Sportausrüstung, Medikamenten, Mobiltelefonen und elektronischen Geräten. (Symbolfoto)

© BMFGehandelt wurde unter anderem mit Gewand, Sportausrüstung, Medikamenten, Mobiltelefonen und elektronischen Geräten. (Symbolfoto)



Europa-weit – Mehr als 30 Personen sind im Zuge einer EU-weiten Razzia der Operation „Aphrodite II“ gegen den Handel mit gefälschten Produkten festgenommen worden. Laut einer Aussendung von Europol am Donnerstag wurden weitere 110 Verdächtige an die jeweils zuständigen Behörden gemeldet. Die Festgenommenen wickelten ihre Geschäfte mit gefälschten Produkten auf Onlineplattformen und in sozialen Medien ab.

Als Resultat der Ermittlungen wurden 16.470 Social-Media-Konten eingestellt und 3300 Webseiten geschlossen. Zudem wurden mehr 4,7 Millionen gefälschte Produkte beschlagnahmt. Gehandelt wurde unter anderem mit Gewand, Sportausrüstung, Medikamenten, Mobiltelefonen und elektronischen Geräten.

18 europäische Länder beteiligt

Der „Koordinierte Zusammenschluss gegen Kriminalität im Bereich des geistigen Eigentums“ (IPC3) von Europol und die italienische „Guardia di Finanza“ – eine Polizeieinheit zur Wirtschaftskriminalitätsbekämpfung – haben die Ermittlungen koordiniert. Unterstützt wurden sie vom „Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum“ und diversen Ermittlungsbehörden aus 18 europäischen Ländern – darunter auch Österreich. Einige Ermittlungen sind noch im Gange.

Soziale Medien und digitale Plattformen werden laut Europol zunehmend für den Handel von gefälschten Produkten benutzt. Die Angebote der Verkäufer weisen mitunter versteckte Links auf, die zu Verkaufsportalen außerhalb der EU führen. Fälschungen können die Gesundheit ihrer Nutzer gefährden, warnte Europol. Ihnen mangle es oftmals an ausreichender Qualitätskontrolle. (APA)