Letztes Update am Di, 16.07.2019 18:46

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Parlament

Gift in Briefsendungen: 39-Jähriger im Burgenland ausgeforscht

In den vergangenen Monaten sind bei Unternehmen via Brief Behältnisse mit einer ätzenden Flüssigkeit eingelangt. Nun wurde ein Verdächtiger ausgeforscht.

Das Parlamentsgebäude in Wien.

© Thomas BöhmDas Parlamentsgebäude in Wien.



Wien – Nach dem Auftauchen von Röhrchen mit giftigen Substanzen in der Post an Firmen in Wien, NÖ und dem Burgenland sowie einer Warnung an Parlamentsmitarbeiter wurde ein Mann (39) aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung ausgeforscht. Das Motiv ist unklar. Seitens der Polizei wurde Dienstagabend nicht mitgeteilt, ob der Mann gestanden hat. Tatbegehungsgefahr dürfte nicht bestehen, er wurde auf freien Fuß gesetzt.

Der Ausforschung des Mannes seien intensive Ermittlungen der Eisenstädter Kriminalbeamten vorangegangen, wie die Landespolizeidirektion mitteilte. Bei den in Röhrchen verschickten gefährlichen Substanzen soll es sich u.a. um Salzsäure handeln. Ein Teil der kriminaltechnischen Untersuchungen habe schon stattgefunden, weitere Untersuchungen werden aber noch durchgeführt, um endgültige Klarheit über die Stoffe zu erlangen. Der 39-Jährige war offenbar schon länger im Visier der Ermittler gewesen, am Dienstag wurde er festgenommen und befragt. Ob noch weitere Briefe versendet wurden, ist noch Gegenstand der Erhebungen.

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt verfügte die Anzeige auf freiem Fuß. Für nähere Details war am frühen Abend bei der Landespolizeidirektion in Eisenstadt vorerst niemand erreichbar. (APA)




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