Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 26.07.2019


Gerichtssplitter

Dopingsünder Max Hauke unterlag mit Forderung an Polizisten

Ex-ÖSV-Langläufer Max Hauke.

© gepaEx-ÖSV-Langläufer Max Hauke.



Nach der Weiterleitung eines Polizeivideos über die Dopingrazzia bei Ex-ÖSV-Langläufer Max Hauke im Februar ging es für den überführten Polizisten gestern ans Innsbrucker Oberlandesgericht. Es blieb bei der im April ausgesprochenen Strafe von zur Hälfte bedingten 4760 Euro für Verletzung des Amtsgeheimnisses. Das Ansinnen Haukes auf eine Erhöhung des Teilschmerzensgeldes von 500 Euro wurde hingegen vom OLG klar zurückgewiesen. Der Verteidiger des Polizisten machte Haukes Mitschuld geltend, Hauke bleiben nun die Kosten.

Wegen NS-Wiederbetätigung landete indes gestern ein 25-Jähriger vor Geschworenen. Der Unterländer hatte auf dem Kurznachrichtendienst WhatsApp in einer Gruppe Nachrichten mit nationalsozialistischen Anspielungen und Inhalten geteilt. Außerdem war über einen längeren Zeitraum der Leitspruch der Waffen-SS als WhatsApp-Status verwendet worden. Aufgeflogen war die Gruppe „Firmung Adolf", als im Zuge von Ausschreitungen zwischen Wacker- und Austria-Fans im Oktober 2018 ein Handy untersucht worden war. Das Urteil: nicht rechtskräftige 3000 Euro Geldstrafe und 10 Monate bedingte Haft. (fell, cn)




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