Letztes Update am Di, 27.08.2019 13:48

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Tödliche Attacke bei den Bögen: Prozesstermin steht fest

Vergangenes Jahr wurde ein 21-jähriger Vorarlberger bei den Innsbrucker Bögen tödlich mit einem Messer verletzt. Der Prozess gegen den 25-jährigen mutmaßlichen Täter startet im November.

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© Foto TT / Rudy De MoorSymbolfoto.



Innsbruck – Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen 21-jährigen Vorarlberger in der Innsbrucker „Bogenmeile“ im vergangenen Jahr muss sich ein 25-jähriger Afghane im November vor einem Innsbrucker Geschworenengericht verantworten. Der Prozess findet am 21. und 22. November statt, sagte ein Gerichtssprecher der APA am Dienstag und bestätigte einen Bericht der Neuen Vorarlberger Tageszeitung.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuletzt die Einweisung des Afghanen in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt. Ein psychiatrisches Sachverständigengutachten habe bei dem Mann eine psychische Störung höchsten Grades mit Gefährlichkeitsprognose festgestellt, hieß es. Man gehe vom Tatbild des Mordes aus, die Geschworenen müssten aufgrund der offenbaren Unzurechnungsfähigkeit aber über eine Anstaltseinweisung entscheiden.

Der Vorarlberger war am 24. November gemeinsam mit acht Bekannten mit einem Zug gegen 22 Uhr in Innsbruck angekommen. Gegen 0.30 Uhr ging die Gruppe in ein Lokal in der „Bogenmeile“. Dieses verließen sie rund 45 Minuten später wieder. Danach wurde die Gruppe von einem Mann bis zur Kreuzung Ing. Etzel-Straße/Museumstraße verfolgt. Dort griff dieser laut Polizei vollkommen unvermittelt und überraschend den 21-Jährigen, der als letzter in der Gruppe ging, von hinten an. Dem Vorarlberger wurde mit einer vier Zentimeter breiten Klinge in den Hals gestochen. Der Stich durchtrennte die Luftröhre und die Halsvene.

Vorarlberger verstarb in der Innsbrucker Klinik

Der junge Mann wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt in die Innsbrucker Klinik eingeliefert. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät, er erlag wenig später seinen schweren Verletzungen.

Der Täter flüchtete unmittelbar nach der Attacke zu Fuß. Im Zuge einer Alarmfahndung nahm die Exekutive zwei Afghanen fest. Einer von ihnen, ein 20-Jähriger, wurde schließlich wieder auf freien Fuß gesetzt. (APA)