Letztes Update am Di, 17.09.2019 05:55

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Imst

Hund verendete im Pitztal qualvoll in „Totfangfalle“ eines Jägers

Tragisch endete vergangenen Freitag die Wanderung einer 59-Jährigen mit ihrem Jagdhund auf einem Waldsteig in Jerzens. Laut Polizei Wenns geriet das Tier in eine verbotene Fuchs-Falle und starb.

Der Jagdhund hatte wohl den Fallenköder gewittert. (Symbolfoto)

© iStockphotoDer Jagdhund hatte wohl den Fallenköder gewittert. (Symbolfoto)



Jerzens – Eine 59-jährige Einheimische musste am vergangenen Freitag mitansehen, wie ihr Hund im Pitztal qualvoll in einer verbotenen Tierfalle verendete. Gegen 15 Uhr waren die Frau und ihr Jagdhund im Gemeindegebiet von Jerzens auf einem steilen Waldsteig wandern, als der nicht angeleinte Hannoversche Schweißhund wohl die Fährte eines Fallenköders witterte. Das Tier lief einige Meter voraus und verfing sich mit dem Kopf in einer illegalen „Conibear-Totfangfalle“, die nahe des Steiges in unwegsamem Gelände aufgestellt war. Die Frau versuchte den Hund zu befreien, konnte ihn aber nicht mehr retten, berichtete die Polizei Wenns am Montagnachmittag.

Der Jäger des betreffenden Pachtgebiets hatte die Falle, deren Verwendung in Tirol verboten ist, aufgestellt, um einen Fuchs zu fangen. Er wird wegen des Verdachts der Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt. Ihm droht neben strafrechtlichen Konsequenzen auch der Entzug des Jagdscheins. Auf Nachfrage der Tiroler Tageszeitung Online erklärte die Polizei Wenns, dass es „eine schwierige rechtliche Einschätzung“ sei, ob in dem Gebiet Leinenpflicht für Hunde herrsche. (TT.com)

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