Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 21.09.2019


Gerichtssplitter

Großvater der Freundin Rippe gebrochen

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© ZOOM-TIROL



Wenn man als 28-jähriger Mann einem eher schmächtigen 67-Jährigen gröbere Verletzungen zufügt, ist das kein Ruhmesblatt. So schaute ein wegen schwerer Körperverletzung angeklagter Maurer gestern am Landesgericht bei Erörterung der Tat auch auffallend oft auf den Boden. Wieder einmal hatte er im Feber seine Ex-Freundin an der Adresse von deren Familie aufgesucht. Als sich der Großvater dem nur zu gut bekannten Besucher in den Weg stellte, erntete er einen so kräftigen Schupfer, dass er gegen die Wand prallte und zu Boden stürzte. „Danach bekam ich auch noch einen Schlag!", erzählte der Rentner Richter Norbert Hofer — und schilderte, dass er später unter höllischen Schmerzen in die Klinik eingeliefert werden musste. Neben einer Kopfprellung hatte der 67-Jährige nämlich den Bruch einer Rippe erlitten, deren Fraktur bekannt schmerzhaft ist. Dazu kam auch noch ein schlechter Heilungsverlauf. Für dies alles bekam RA Martin Corazza für den Mandanten 1000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Der 28-Jährige büßte seine Brutalität mit sechs Monaten bedingter Haft und 2000 Euro Geldstrafe.

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Freigesprochen wurde gestern ein Bulgare von Fälschung besonders geschützter Urkunden. Der Mann war als Alkolenker auch noch mit einem falschen bulgarischen Führerschein erwischt worden. Diesen hatte er mitsamt Fahrprüfung jedoch vor zehn Jahren in Sofia erworben und glaubte (im Zweifel) an dessen Gültigkeit. Auch der Polizei war vorab bei mehreren Kontrollen an der „Totalfälschung" nichts Verdächtiges aufgefallen. (fell)

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