Letztes Update am Fr, 27.09.2019 16:36

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Cyberkriminalität

Darknet-Server offline genommen: Sieben Festnahmen in Deutschland

In Deutschland ist der Polizei ein Schlag gegen eine international agierende Bande aus Cyberkriminellen gelungen. Gegen sieben Festgenommene wird wegen Waffenhandels, Kinderpornografie und Drogenhandels ermittelt.

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Trier – Deutschen Ermittlern ist ein Schlag gegen international agierende Cyberkriminelle gelungen: Am Donnerstag seien bei einer Aktion in Rheinland-Pfalz mit mehreren Hundert Einsatzkräften sieben Tatverdächtige festgenommen worden, unter anderem Betreiber eines illegalen Rechenzentrums, teilte das Landeskriminalamt mit.

Ein im nördlichen Teil des Bundeslandes Rheinland-Pfalz betriebener Server sei vom Netz genommen und sichergestellt worden. Bei den Verdächtigen handle es sich um Mitglieder einer international agierenden Bande.

Gegen die Festgenommenen werde wegen Waffenhandels, Kinderpornografie und Drogenhandels ermittelt. „Alles, was man sich im Darknet vorstellen kann“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Trier. Es seien mehrjährige Ermittlungen des LKA und anderer Behörden vorhergegangen.

Weltweit zweitgrößter Darknet-Marktplatz

Von dem Rechenzentrum aus sei auch der weltweit zweitgrößte Darknet-Marktplatz „Wall Street Market“ betrieben worden, den Ermittler im Frühjahr zerschlagen hatten. Über die Online-Plattform wurden neben Suchtgift unter anderem auch ausgespähte Daten, gefälschte Dokumente und Schadsoftware gehandelt, wie es damals hieß. Das Darknet ist ein abgeschirmter Teil des Internets. Auch ein Angriff auf Telekom-Router vor drei Jahren sei von dem Rechenzentrum ausgegangen, teilte das LKA am Donnerstag mit. Am Freitag wollen die Ermittler über weitere Details informieren. (APA/dpa)