Letztes Update am Di, 08.10.2019 15:22

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Gut zu wissen: So schützen Sie sich vor dem „Geschäftsführer-Schwindel“

Internet-Betrüger nehmen wieder einmal Tiroler Firmen ins Visier. Mit fingierten E-Mails versuchen sie von Mitarbeitern hohe Summen überweisen zu lassen. Die Polizei warnt — und gibt Verhaltenstipps.

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Innsbruck — Eine E-Mail von ihrem Firmenchef erreichte vor nicht allzu langer Zeit die Buchhalterin in Tirol. Der Geschäftsführer bat um Auskunft über den Firmensaldo. Und er wollte wissen, ob noch am selben Tag eine internationale Überweisung möglich wäre. Eigentlich nicht so ungewöhnlich, und so bestätigte die Angestellte dies auch.

Wenig später kam die nächste E-Mail vom selben Absender. Die Buchhalterin sollte einige Zehntausend Euro auf ein Konto in England überweisen. Die Frau wurde misstrauisch, erkannte die Fälschung und meldete den Fall der Polizei.

Doch leider haben Betrüger mit dem sogenannten „CEO Fraud" oder auch „Geschäftsführer-Schwindel" immer wieder Erfolg — auch in Tirol. Mit täuschend echt aussehenden, fingierten E-Mail-Adressen der vermeintlichen Vorgesetzten wenden sie sich an Mitarbeiter von Unternehmen. Dann fordern sie Überweisungen größerer Beträge ins Ausland.

Das rät die Polizei:

  • Bei E-Mails, in denen Informationen zum Finanzgebaren abgefragt werden oder größere Überweisungen gefordert werden, ist Vorsicht geboten.
  • Wichtig: Absenderadresse prüfen. Oft sind die Adressen der Betrüger nur an winzigen Veränderungen von den echten E-Mail-Adressen einer Firma zu unterscheiden.
  • Nicht unter Zeitdruck setzen lassen, sondern durch gezielte Rückfrage bei dem vermeintlichen Absender verifizieren. Dazu einen anderen Kommunikationskanal nutzen, z.B. Telefon oder ein persönliches Gespräch.
  • Falls die Überweisung schon rausgegangen ist: Sofort die Bank kontaktieren und den Zahlungsvorgang stoppen
  • Immer Anzeige bei der Polizei erstatten! (TT.com)