Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 12.10.2019


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Klage nach Raftingunfall im Oberland: „Mit dem Leben abgeschlossen“

Zwei Raftingtouren endeten im Sommer 2016 mit einem Toten und einem Invaliden. Dieser erhob nun doch noch Klage, er fordert 165.916 Euro von dem Unternehmen.

Der 18. Juni 2016 geht nach zwei Unfällen innerhalb einer halben Stunde als schwarzer Tag in die Oberländer Raftinggeschichte ein.

© www.zeitungsfoto.atDer 18. Juni 2016 geht nach zwei Unfällen innerhalb einer halben Stunde als schwarzer Tag in die Oberländer Raftinggeschichte ein.



Von Reinhard Fellner

Innsbruck, Oetz – Die Verbindung zwischen Natur und Abenteuer erreicht in Tirol jährlich ein Millionenpublikum. Zu Berg oder zu Wasser soll der Hunger nach Erlebnis gestillt werden. Im Oberland hat sich hierfür die Raftingszene einen internationalen Namen gemacht. Eine der renommiertesten Firmen hat seit 1984 mit rund 300.000 Gästen solche Raftingtouren auf Wildwasser und Inn durchgeführt. Nie war etwas Gröberes passiert – bis zum Samstag, den 18. Juni 2016. Damals waren unabhängig voneinander innerhalb einer halben Stunde zwei Schlauchboote an einer Welle gescheitert. Die eigens für die Rafter errichtete Wasserbarriere unterhalb der Mündung der Ötztaler Ache in den Inn sollte Nervenkitzel auf der viel befahrenen Imster-Schlucht-Strecke sein. 2016 sorgte sie für das Umkippen (Flippen) der Boote. Beim ersten Vorfall verstarb ein bereits herzkranker 56-Jähriger noch am Unfalltag.

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