Letztes Update am Di, 15.10.2019 16:48

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ungarn

Schiffsunglück in Budapest: Noch ein Vermisster, Untersuchung beendet

Am 29. Mai wurde ein Ausflugsschiff mit 33 Touristen und zwei Besatzungsmitgliedern auf der Donau in Budapest von einem Hotel-Cruiser gerammt. Nur sieben Insassen überlebten.

Ein Kran zog das verunglückte Schiff an die Wasseroberfläche. Dort wurde es von den Einsatzkräften inspiziert. (Archivfoto)

© AFPEin Kran zog das verunglückte Schiff an die Wasseroberfläche. Dort wurde es von den Einsatzkräften inspiziert. (Archivfoto)



Budapest — Fast fünf Monate nach einem tödlichen Schiffsunglück auf der Donau in Budapest sind die polizeilichen Untersuchungen abgeschlossen und die Dokumente der Staatsanwaltschaft übergeben worden. Der kleine Ausflugsdampfer „Nixe" mit 33 südkoreanischen Touristen und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord war am 29. Mai vom Hotel-Cruiser „Sigyn" gerammt worden und innerhalb von Sekunden gesunken.

Nur sieben Insassen überlebten das Unglück, nach einem Opfer wird immer noch gesucht. Der Abschluss der Ermittlungen wurde am Dienstag auf einer Pressekonferenz des Budapester Polizeipräsidiums bekanntgegeben.

Der ukrainische Kapitän der unter Schweizer Flagge fahrenden „Sigyn" war nach der Katastrophe verhaftet worden. Gegen den Ukrainer wurde wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs mit Todesfolge ermittelt. Laut Polizei wurde gleichzeitig ein gesondertes Verfahren gegen den Kapitän und die Besatzung eines weiteren Hotelschiffs namens „Viking Idun" wegen unterlassener Hilfeleistung angestrengt. Dabei soll deren Verantwortung im Zusammenhang mit der Tragödie um die „Nixe" festgestellt werden, zitierte die ungarische Nachrichtenagentur MTI den Stellvertreter des Budapester Polizeipräsidenten, Adrian Pal. (APA)