Letztes Update am Fr, 08.11.2019 13:30

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europol

Fünf Verhaftungen in zehn Tagen: „Crime has no Gender“-Aktion zeigt Wirkung

Die Initiative der Europol hat sich als äußerst wirksam herausgestellt. In nur zehn Tagen konnte man fünf Personen festnehmen. Die Ermittler bedankten sich für die Hinweise aus der Öffentlichkeit.

Die Aktion "Crime has no Gender" erwieß sich als äußerst erfolgreich.

© twitter/europolDie Aktion "Crime has no Gender" erwieß sich als äußerst erfolgreich.



Den Haag — Nachdem die Europol im Oktober die Aktion „Crime has no Gender" ins Leben gerufen hat, wurden innerhalb von zehn Tagen fünf gesuchte Personen verhaftet. Das hat die Europol auf Social-Media berichtet.

Die Aktion „Crime has no Gender" (zu Deutsch: Kriminalität hat kein Geschlecht) sollte für von Frauen begangene Verbrechen sensibilisieren und lief bis zum 31. Oktober auf der Website der Europol Most-Wanted — TT Online berichtete. Oft trauten die Menschen Frauen schwere Straftaten nicht zu — dabei seien die von ihnen begangenen Verbrechen „genauso schwerwiegend wie jene von Männern begangenen", sagte Europol-Sprecherin Tine Hollevoet in Den Haag. Dabei konnte man auf der Website vermummte Personen demaskieren, die europaweit gesucht werden.

Im Tweet zur fünften Verhaftung bedankt sich die Europol bei den Informanten und beteuert deren Wichtigkeit. Die Verhaftete war von der lettischen Polizei gesucht und auf die Liste der EU-Most-Wanted gesetzt worden. Auch wurden Gesuchte von der polnischen, tschechischen und luxemburgischen Polizei während der Aktion gefasst.

Die gesuchte Frau aus Österreich, Elisabeth Gertrude Skarits, befindet sich neben Friedrich Felzmann und Tibor Foco, den beiden anderen österreichischen Meistgesuchten, noch immer auf der Liste und wird nach wie vor gesucht. Sie steht im Verdacht im Zeitraum von 2005 bis 2008 als Geschäftsführerin einer Liegenschaftsverwaltung in mindestens 12 Fällen Immobilien- und Mietbetrügereien zum Nachteil von Firmen und Privatpersonen mit einem Gesamtschaden von 4,2 Millionen Euro begangen zu haben. Der letzte bekannte Aufenthaltsort von Frau Skarits war von Juni bis August 2011 in einem Hotel in Klosterneuburg in Niederösterreich. (TT.com/mosc, APA)

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