Letztes Update am So, 24.11.2019 11:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

Damit Angreifer nichts merkt: Frau tarnt Notruf als Pizzabestellung

In den eigenen vier Wänden vom Lebensgefährten angegriffen – wie kann man da die Polizei rufen, ohne dass der Angreifer etwas bemerkt? Eine Frau aus den USA hat dafür eine kreative Idee. Der Beamte in der Leitung ging auf den versteckten Hilferuf ein.

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© pixabay(Symbolbild)



Oregon – Mit einem Trick hat eine Frau in den USA unbemerkt die Polizei verständigt und sich und ihre Mutter so vor einem Angreifer gerettet. Die Frau aus der Stadt Oregon im Bundesstaat Ohio wählte den Notruf 911 und gab vor, eine Pizza bestellen zu wollen. Der Polizist am anderen Ende der Leitung verstand den versteckten Hilferuf zum Glück.

Wie unter anderem die BBC berichtet, handelt es sich um einen Fall häuslicher Gewalt: Die Mutter der Anruferin wird demnach zu Hause von deren Lebensgefährten angegriffen. Die 38-jährige Tochter greift deshalb zum Hörer und wählt den Notruf – hat aber Angst zu zeigen, dass sie die Polizei ruft.

„Andere Kollegen wären nicht auf den Anruf eingegangen“

„Ich möchte eine Pizza bestellen“, sagt sie deshalb zum Beginn des Gesprächs und nennt ihre Adresse. Der Beamte am Telefon ist zunächst verwirrt. „Sie haben die 911 gewählt um eine Pizza zu bestellen?“, hakt er nach. „Das ist die falsche Nummer, um eine Pizza zu bestellen.“ Doch die 38-Jährige gibt nicht auf. „Doch, Sie verstehen mich nicht“, sagt sie laut des Gesprächsprotokolls, das nun mehrere US-amerikanische Medien veröffentlicht haben.

Statt aufzulegen bleibt der Polizist in der Leitung – und begreift schließlich, dass es sich um einen versteckten Hilferuf handelt. „Ist der Typ immer noch da?“ fragt er, und die 38-Jährige schafft es wieder, auf kreative Weise zu antworten: „Ja, ich brauche eine große Pizza.“ Auf die Frage des Polizisten, ob sie medizinische Hilfe braucht, antwortet sie: „Nein. Mit Peperoni.“

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Kurze Zeit später klingelt es an der Wohnungstür – statt des Pizzalieferanten steht dort die Polizei. Sie nimmt den Angreifer fest, der sich nun wegen häuslicher Gewalt verantworten muss.

„Du siehst solche Fälle auf Facebook, aber es ist nichts, was irgendjemand je trainiert hat“, berichtet der Beamte, der den Anruf entgegen genommen hat, hinterher der BBC. „Andere Kollegen, die ich gefragt habe, meinten, sie wären nicht auf den Anruf eingegangen.“ Tatsächlich machten ähnliche Fälle bereits in den sozialen Medien die Runde. Ein Sprecher der nationalen Notfallnummer in den USA warnt allerdings: „Zu erwarten, dass versteckte Sätze bei jedem Notfallzentrum verstanden werden, ist potenziell sehr gefährlich“, sagt er. (TT.com)




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