Letztes Update am Do, 18.09.2014 11:58

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rechtsextremer Mord

Griechenland gedenkt der Ermordung des linken Rappers Pavlos Fyssas

Vor einem Jahr wurde der antifaschistische Rapper Pavlos Fyssas von einem Rechtsextremisten ermordet. Der Mörder war Mitglied der Partei „Goldene Morgenröte“. Mittlerweile sitzt die gesamte Parteispitze in Untersuchungshaft.



Athen – Mit mehreren Gedenkveranstaltungen will Griechenland am Donnerstag an die Ermordung des antifaschistischen Musikers Pavlos Fyssas vor einem Jahr erinnern. Unter dem Motto „Pavlos lebt, nie mehr Faschismus“ sind in Athen mehrere Kundgebungen geplant, denen am Freitag ein Konzert vor dem Parlament sowie am Samstag ein „antifaschistisches Festival“ folgen sollen.

Fyssas war am 18. September 20013 von einem Mitglied der rechtsextremen Partei Goldene Morgenröte erstochen worden. Der Tod des Rappers hatte Griechenland erschüttert. Die Tat nötigte die Behörden, die dem Treiben der Neonazi-Partei jahrelang zugesehen hatten, zum Durchgreifen. Inzwischen ist unter anderem die gesamte Parteispitze in Untersuchungshaft. (APA/AFP)