Letztes Update am Mo, 20.04.2015 13:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leiche im Schrebergarten

Getöteter Innsbrucker: Keine Spur von Waffe und Tatverdächtigem

Bisher ging kein Hinweis auf den Verbleib des 44-jährigen Verdächtigen ein.

Spurensicherung an der Fundstelle im Innsbrucker Schrebergarten.

© APASpurensicherung an der Fundstelle im Innsbrucker Schrebergarten.



Innsbruck – Im Fall eines in seinem Schrebergarten getöteten 59-jährigen Innsbruckers bleiben sowohl die Tatwaffe als auch der Tatverdächtige vorerst unauffindbar. „Wir haben am Montag nochmals nach der Waffe gesucht – aber leider vergeblich“, sagte LKA-Chef Walter Pupp. Das Schrebergartenareal war bereits am Freitag von Polizeischülern durchforstet worden.

Auch auf den Verbleib des 44-jährigen Tatverdächtigen gab es keine Hinweise, sagte Pupp. Nach dem gebürtigen Deutschen mit italienischer Staatsbürgerschaft wird seit vergangenem Donnerstag international gefahndet. Der Mann hatte zuletzt in Südtirol gearbeitet und soll mit einem in Bozen entwendeten weißen Opel Corsa mit dem italienischen Kennzeichen „CM 805 TY“ unterwegs sein.

Seit Ende März hatten die Kriminalisten nach dem 59-Jährigen gesucht, der nach einer Feier in seinem Schrebergarten spurlos verschwunden war. Die Leiche wurde schließlich am Donnerstag von einem Kameramann gefunden, der mit dem Sohn des Vermissten für „ATV-Aktuell“ in dem Schrebergarten filmte.

Warum die Leiche bei mehrfacher Suche von den Spürhunden nicht entdeckt worden war, blieb weiter ein Rätsel. Bei der ersten Suche Ende März lag jedenfalls noch Schnee. Möglicherweise habe ein Tier in den warmen Tagen vor dem Fund der Leiche einen Teil der Decke ausgegraben, mit der der Tote bedeckt war. Eine Obduktion lieferte als Todesursache mehrere heftige Schläge auf den Kopf. Unklar war nach wie vor aber, mit welchem Gegenstand der 59-Jährige erschlagen worden war. (APA)

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