Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 12.12.2015


Bezirk Landeck

Asfinag-Auftrag offenbar heiß umkämpft

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© Wenzel



Landeck, Zams, Pians – Wenige Wochen, bevor Mineure und riesige Bohrmaschinen die zweite Röhre des Perjentunnels freilegen, ist noch immer unklar, wo rund 350.000 Kubikmeter Aushub deponiert werden sollen. Die Asfinag erläuterte, die Auftragsvergabe sei wegen Bietereinspruchs noch nicht unter Dach und Fach – die TT berichtete. Der Fall ist beim Bundesverwaltungsgericht (BVwG) in Wien anhängig, wie Sprecherin Stella Antonia Van Aken am Freitag gegenüber der TT bestätigte. „Bei uns hat es am Freitag dazu eine sechsstündige mündliche Verhandlung gegeben“, schilderte die Sprecherin. Am Verhandlungstisch wären vier Parteien gewesen. Namen dürfe sie klarerweise nicht nennen. Auch zur Frage, wie die Klagsparteien den Einspruch begründen, könne sie vorerst nichts sagen. Nur so viel: „Der Richter hat eine sechswöchige Entscheidungsfrist.“ Dann sei immer noch eine Eingabe bzw. Revision der Kläger beim Verfassungs- bzw. Verwaltungsgerichtshof möglich.

Laut Asfinag geht es um ein­e Auftragsvergabe im Volumen von 63 Mio. Euro – Tunnelausbruch (2,9 Kilometer) plus Deponierung des Materials. Ein unterlegener Bieter könnte zum Beispiel die nötige Qualifikation des Bestbieters nach dem hürdenreichen österreichischen Vergabegesetz in Frage stellen. (hwe)

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