Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 04.11.2017


Bezirk Kitzbühel

Gemeinden strampeln sich für lückenlose Radwege ab

Fieberbrunns Bürgermeister plant, das fehlende Stück nach St. Johann 2018 zu realisieren. Der Ausbau anderer Radwege zieht sich weiter hin.

© HotterEin Radweg führt von Waidring nach St. Ulrich – aber nicht lückenlos. Bei der Öfenschlucht müssen Radfahrer auf die Pillerseestraße fahren.



Fieberbrunn, St. Johann i. T., Going, Waidring, St. Ulrich a. P. –„Es ist ein Thema, das uns schon seit Jahren beschäftigt“, bringt es Fieberbrunns Bürgermeister Walter Astner auf den Punkt. Gemeint ist das fehlende Stück auf dem Radweg, der die Gemeinde mit St. Johann und Fieberbrunn verbindet. Doch Astner hat gute Nachrichten: Die Lücke zwischen dem Klärwerk in St. Johann und der Granbachbrücke in Fieberbrunn soll im kommenden Jahr geschlossen werden. „Wir haben viele Verhandlungen mit dem Grundbesitzer geführt. Es waren angenehme und konstruktive Gespräche dabei. Wie es aussieht, können wir demnächst eine Vereinbarung treffen“, freut sich Astner und schätzt, dass die Lückenschließung in der zweiten Jahreshälfte 2018 erfolgen kann.

Zäher verlaufen hingegen die Verhandlungen für einen durchgehenden Radweg zwischen St. Johann und Going. „Aus meiner Sicht sieht es gut aus. Aber ich kann noch nicht sagen, wann wir mit den Grundeigentümern eine Einigung erzielen können“, erklärt St. Johanns Bürgermeister Stefan Seiwald. Derzeit hört der bestehende Radweg bei der Werkstatt „Fahrzeit“ auf. Laut Seiwald gebe es zwei Trassenvarianten, die einen lückenlosen Radweg in die Nachbargemeinde ermöglichen sollen. Es gehe in diesen Plänen vor allem darum, wo Radfahrer künftig die Straßenseite wechseln können.

Auf dem gleichen Stand in puncto Verhandlungen ist Goings Bürgermeister Alexander Hochfilzer. „Die Gespräche laufen, aber eine Einigung zu erreichen gestaltet sich schwierig.“ 15 bis 20 Grund­eigentümer seien betroffen.

Auch in Waidring arbeitet Bürgermeister Georg Hochfilzer an einem Ausbau des Radweges Richtung St. Ulrich. Hier bildet die Öfenschlucht eine Unterbrechung zwischen den Gemeinden. „Ein Radweg durch die Schlucht wird nicht möglich sein“, räumt Hochfilzer ein. Man will aber den bestehenden Radweg um ca. 600 Meter weiter hin zur Öfenschlucht ausbauen. Das bestätigt auch Brigitte Lackner, Bürgermeisterin in St. Ulrich. „Die Öfenschlucht steht unter Naturschutz.“

Hochfilzer müsse Gespräche mit vier Grundeigentümern führen und hofft, diese erfolgreich abschließen zu können, damit der Ausbau 2019 erfolgen kann. „Die Leute müssen dann aber trotzdem noch 300 bis 400 Meter auf der Pillerseestraße entlangfahren, bis sie wieder auf den Radweg kommen.“ (miho)