Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 16.03.2018


Verkehr

Roppen gibt Gas bei Verkehrslösung

Gleich drei verkehrstechnische Projekte werden die Roppener Gemeindeführung künftig beschäftigen: die Einfahrt zum Gewerbegebiet, der 30er im Ortsgebiet und die Unterführung zum Ortsteil Riedegg.

Geht es nach dem Willen des Roppener Gemeindeparlaments, wird hier an der Bundesstraße irgendwann ein Kreisverkehr die Ausfahrten von Dorf und Gewerbegebiet entschärfen.

© DornGeht es nach dem Willen des Roppener Gemeindeparlaments, wird hier an der Bundesstraße irgendwann ein Kreisverkehr die Ausfahrten von Dorf und Gewerbegebiet entschärfen.



Von Agnes Dorn

Roppen – Die Probleme an der Abzweigung von der Bundesstraße ins Roppener Gewerbegebiet sind schon seit Längerem immer wieder Thema im Dorfparlament. Dass ein Kreisverkehr machbar ist, wurde in einem Entwurf bereits festgestellt, doch nun geht es darum, ob ein solcher auch vom Land bewilligt und gefördert werden würde. Dazu wird im Vorfeld eine Verkehrsdatenerfassung benötigt, die als Argument für die Notwendigkeit einer solchen Anlage verwendet werden kann.

„Wenn wir Gewerbestufe drei bekommen, müssen wir die Zufahrtsstraße regeln“, sieht BM Ingo Mayr spätestens bei der Erweiterung des Gewerbegebiets in Richtung Osten akuten Handlungsbedarf. Für die insgesamt 12.000 Quadratmeter große Fläche, die in den nächsten zwei Jahren erschlossen werden soll, gebe es bereits jetzt zahlreiche Interessenten. Dass mindestens 20 Prozent an Querverkehr für die Bewilligung eines Kreisverkehrs notwendig sind, wie vom Baubezirks­amt der Gemeinde mitgeteilt wurde, sieht Vizebürgermeister Günter Neururer nicht in Asphalt gemeißelt: „20 Prozent werden wir nicht haben, aber man muss auch untersuchen, wie stark die Frequenz jeweils zu welchen Tageszeiten ist. Und dazu brauchen wir auf jeden Fall die Daten.“ Auch die Betriebe würden oft anfragen, so Mayr, und schon deshalb sei es notwendig, Fakten auf den Tisch legen zu können. Im schlimmsten Fall dann halt solche, die erklären, warum ein Kreisverkehr nicht genehmigungsfähig ist. Nach einstimmigem Gemeinderatsbeschluss werden nun die verkehrstechnischen Leistungen zum Preis von rund 10.000 Euro (davon vermutlich 2000 bis 3000 Euro gefördert) an das Ingenieurbüro Huter-Hirschhuber in Auftrag gegeben.

Dazu gehört neben den Vermessungen, der Planerstellung und der Evaluierung der Verkehrsdaten im Bereich der Zufahrt ins Gewerbegebiet und der Dorfeinfahrt sowie auf der Gemeindestraße MS-Design-Straße auch die Erstellung eines Gutachtens für eine 30-km/h-Beschränkung im Ortsgebiet. Neben der allgemeinen Befundaufnahme werden an vier neuralgischen Punkten die Verkehrsdaten an mehreren Tagen erfasst und ein Gutachten erstellt, das helfen soll, den Rasern im Ortsgebiet Herr zu werden.

Für eine andere verkehrstechnische Problemzone zeichnet sich indes ebenfalls eine Lösung ab: So wurde nun von den ÖBB eine Machbarkeitsstudie erstellt, die der Erweiterung der Unterführung als „Zufahrtstor“ zum Ortsteil Riedegg grünes Licht gibt: „Ein Dreiachser-Lkw wird leicht um die Kurve kommen können und auch ein Feuerwehrauto mit Leiter“, erläutert Mayr die Pläne, die neben der Fahrbahn auch die Errichtung eines Gehsteigs beinhalten. Im Jahr 2021 wird es ohnehin zu einer zweiwöchigen Sperre der Arlbergstrecke kommen. Die könnte man im Falle der Realisierung für die Arbeiten nutzen. Insgesamt wird der Ausbau der Unterführung laut ÖBB ein ganzes Jahr in Anspruch nehmen. Um den Anrainern die Zufahrt auch während der Bauzeit zu gewährleisten, sei wie geplant ein Behelfsweg vorgesehen, so Neururer.

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Das Nadelöhr nach Riedegg soll in drei Jahren um einiges verbreitet werden.
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- Dorn