Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 06.12.2018


Verkehr

Section Control ab heute aktiviert

© AsfinagDie Section-Control-Anlage im Arlbergtunnel ist seit heute Donnerstag in Betrieb. Enrico Gabl, Rudolf Salzgeber, Bernhard Knapp, Stefan Siegele und Brigitte Huter (v. l.) erläuterten die Funktionsweise.



St. Anton am Arlberg – Mindestens elf Minuten sollten Lenker für eine Fahrt durch den Arlbergtunnel benötigen. Wer auf der 13.792 Meter langen Strecke schneller fährt, muss ab sofort mit einer (anonym verfügten) Geldstrafe rechnen, im Extremfall gar mit Führerscheinentzug.

Die Asfinag hat die vor Monaten angekündigte Section-Control-Anlage inzwischen installiert und heute Donnerstag aktiviert. „Wir haben nach der Tunnelsanierung 2017 täglich bis zu 20 Überholmanöver festgestellt“, sagte Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele am Mittwoch zum Hintergrund der 800.000-Euro-Investition. Zudem würden bis zu 40 Lenker die doppelte Sperrlinie queren. Die Section Control, die ähnlich wie eine Radaranlage funktioniert, habe man in Abstimmung mit der Polizei und den Verkehrsrechtsabteilungen in Innsbruck und Bregenz eingerichtet. Mit dem Ziel, einen präventiven Schritt gegen Überholmanöver zu setzen.

Für Pkw-Lenker gebe es inzwischen keinen Grund mehr, Lkw zu überholen, klärten die Verkehrspolizisten Enrico Gabl und Rudolf Salzgeber auf. Bisher durften Lkw in der Nacht nur 60 km/h fahren, jetzt sei das Limit auf 80 km/h angehoben worden. Section Control sei eine Maßnahme, um die Verkehrssicherheit in Österreichs längstem Straßentunnel zu verbessern. (hwe)