Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 05.01.2019


Bezirk Schwaz

Weitere Straßensperren in Strass und Maurach sind geplant

In Strass und in Maurach dürften beim nächsten Superstau-Samstag weitere Straßen gesperrt werden. Gespräche mit den Dorfchefs sind geplant.

Die samstäglichen Staus durch Zillertalurlauber sorgen für Unmut auf den Straßen und Kopfzerbrechen bei den Behörden.

© DählingDie samstäglichen Staus durch Zillertalurlauber sorgen für Unmut auf den Straßen und Kopfzerbrechen bei den Behörden.



Von Angela Dähling

Strass i. Z. – Die gute Nachricht zuerst: Am heutigen Samstag dürfte der urlauberwechselbedingte Stau im und vor dem Zillertal weniger dramatisch ausfallen als letzten Samstag. Doch wie berichtet dürften noch mindestens zwei extreme Stautage in diesem Winter bevorstehen.

Und auf die will man seitens der Bezirkshauptmannschaft besser vorbereitet sein. „Am Montag stehen Gespräche dazu mit den Bürgermeistern von Jenbach, Eben und Wiesing an. Und auch den Strasser Bürgermeister habe ich jetzt dazu eingeladen“, sagt BHStv. Wolfgang Löderle. Denn auch in Strass stand alles still und das Unverständnis dafür war groß. „Wieso wird in den Nachbargemeinden die Ortsdurchfahrt gesperrt und bei uns nicht?“, fragt sich ein TT-Leser aus Strass und schildert für ihn Unverständliches: „Die Autokolonne zog sich von Kramsach zum Strasser Kreisverkehr und weiter über die alte B169 durch Strass bis nach Schlitters. Dort war dann die Ortsdurchfahrt gesperrt und die Autos wurden auf die Zillertalstraße geleitet. Woanders werden Landesstraßen gesperrt und bei uns in Strass nicht.“ Bürgermeister Karl Eberharter war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Wolfgang Löderle erklärt: „Straßensperren müssen grundsätzlich von uns angeordnet werden. Wir haben bereits im Vorjahr festgelegt, welche Straße wie gesperrt wird. In Ausnahmefällen wie vor einer Woche billigen wir wegen Unaufschiebbarkeit der Gemeinde das Recht zu, außerhalb der Verordnungen selbst Straßensperren durchzuführen“, sagt Löderle. Laut ihm habe man 2018 in Strass bereits diverse Straßen und Feldwege unter die Lupe genommen und zu sperrende Bereiche definiert. „Eine Sperre der ehemaligen B169 wurde da offenbar als nicht so notwendig erachtet.“ Bis zum nächsten Superstau-Samstag sollte es aber auch dafür und für Straßen in Maurach Bescheide der BH geben. „Wir werden schauen, was wi wie verbessern können“, sagt der Bezirkshauptmannstellvertreter.

Die Achentaler würden der Behörde eine Stauverlagerung ankreiden, weiß Löderle. Er sieht das nicht so. Auch Verkehrsexperten würden bestätigen, dass das Ausweichen auf Nebenrouten, von denen man letztlich aber wieder auf die B169 einfädeln muss, den Verkehrsfluss noch mehr beeinträchtige.