Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 19.01.2019


Bezirk Kufstein

Forderung nach besserer Verbindung für Pendler aus dem Brixental

Die Pendler wünschen sich eine bessere Verbindung aus dem Brixental. Nun bekommen sie politische Schützenhilfe.

© Harald AngererDie Pendler wünschen sich eine bessere Verbindung aus dem Brixental. Nun bekommen sie politische Schützenhilfe.



Bessere Verbindungen für die Pendler aus dem Brixental fordern nun SPÖ und FSG (Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter). Von 5 Uhr morgens bis 8 Uhr würden in Wörgl zehn Züge aus Kufstein ankommen. Aus dem Brixental seien es in derselben Zeit nur fünf. Zwischen Kufstein und Wörgl gibt es vier Haltestellen, im Brixental sind es jedoch 16. Zwischen 7.01 Uhr und 7.47 Uhr kommt eine Dreiviertelstunde lang kein Zug aus dem Brixental in Wörgl an. Mit diesen Zahlen wollen SPÖ und FSG ihrer Forderung untermauern.

SPÖ-LA Claudia Hagsteiner, auch Gemeinderätin in Kirchberg, möchte daher die Taktung verbessern: „Die Vorverlegung des SB 5004 hat zu dieser Unterversorgung geführt, für viele Schüler und Pendler aus dem Brixental kommt es damit zu einer wesentlichen Verschlechterung. Ziel muss ein Halbstundentakt aus dem Brixental nach Wörgl sein." Ein zusätzlicher Zug aus dem Brixental mit Ankunft um ca. 7.20 Uhr in Wörgl würde die Lücke schließen.

FSG-Vorsitzender Stephan Bertel ist Betriebsrat bei Sandoz in Kundl. Auch dort seien Arbeitnehmer von der Taktung der Züge nach Wörgl und weiter abhängig: „Ein Halbstundentakt aus dem Brixental bringt bis in den Bezirk Schwaz eine deutliche Verbesserung für die Beschäftigten."

Von Seiten des VVT ist man vom aktuellen Takt allerdings überzeugt. „Die weitere Verbesserung der Verbindungen vom Brixental nach Innsbruck war ein viel gehegter Wunsch, der auch im Rahmen unserer Öffi-Treffs im vergangenen Jahr vielfach geäußert wurde. Diesem haben wir gemeinsam mit den ÖBB durch die Vorverlegung des SB 5004 entsprochen. Dadurch wurde die Anbindung vom Brixental ins Inntal für viele Pendlerinnen und Pendler attraktiviert, weil durch die Anbindung an den schnelleren REX die Fahrzeit nach Innsbruck deutlich verkürzt wurde. Die Grundlage dafür lieferte vor allem auch der enge Austausch mit den Pendlervertretern im Brixental", sagt VVT-Geschäftsführer Alexander Jug. Und auch von Seiten der ÖBB betont man, dass durch die jüngsten Fahrplanänderungen sehr viele Kunden profitiert hätten, aber ein Fahrplan immer ein Kompromiss sei. (aha, TT)