Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.02.2019


Bezirk Kitzbühel

Bergbahn in Kirchberg gibt sich bedeckt

Die Fleckalmbahn in Kirchberg hat nun schon 35 Jahre auf dem Buckel, bereits 2017 hätte sie erneuert werden sollen. Heuer im Sommer könnte es nun aber so weit sein.

Mit ihrer exponierten Lage ist die Fleckalmbahn nicht nur weithin sichtbar, sondern auch windanfällig. Das soll sich mit der neuen Bahn ändern.

© Thomas Böhm / TTMit ihrer exponierten Lage ist die Fleckalmbahn nicht nur weithin sichtbar, sondern auch windanfällig. Das soll sich mit der neuen Bahn ändern.



Von Harald Angerer

Kirchberg i. T., Kitzbühel – Es war eine harte Nuss, die es für die Bergbahn Kitzbühel zu knacken galt. Bereit vor zwei Jahren hätte die Fleckalmbahn im Kirchberger Ortsteil Klausen erneuert werden sollen. Mit nunmehr 35 Jahren ist sie eine der ältesten Anlagen im Skigebiet der Bergbahn Kitzbühel. Doch das Unternehmen hatte damals die Rechnung ohne die Grundbesitzer gemacht. Genauer gesagt war es einer, der den Baustart der neuen Anlag­e enorm verzögert hat.

Heuer soll es aber endlich so weit sein und die Anlag­e könnte erneuert werden. Zumindest verdichten sich die Gerüchte. Von Seiten der Bergbahn Kitzbühel gibt man sich aber weiterhin zugeknöpft. „Es sind noch wesentliche Verfahren zu dem Projekt Fleckalm neu offen, daher möchte ich noch nichts sagen“, erklärt Bergbahnvorstand Josef Burger auf Anfrag­e der Tiroler Tageszeitung. Die Bergbahn arbeite aber intensiv an der Umsetzung des Vorhabens. Was aber laut Burger dieses Mal unter Dach und Fach ist, sind die Angelegenheiten mit den Grundeigentümern. Aufgrund der Probleme musste das Projekt umgeplant und die Trasse angepasst werden.

Die „Fleck“, wie sie genannt wird, ist eine Achillesferse im Skigebiet. Durch ihre Bauweise ist sie sehr windanfällig, dazu kommt noch, dass sie der zweitstärkste Zubringer in das Skigebiet ist. Geplant ist jedenfalls eine moderne 10er-Gondelbahn, die etwas vom Bergrücken an der Ehrenbachhöhe abrücken soll, um deutlich windgeschützter zu sein. Die Bergstation wird zur bereits bestehenden Ochs­almbahn-Bergstation verlegt. Das wurde bereits beim Bau der Ochsalmbahn vor wenigen Jahren eingeplant.

Bitte warten heißt es auch für jene Personen, die sich vor zwei Jahren für eine Gondel der alten „Fleck“ interessierten. Jede der Gondeln hat eine Länderkennung und wurde von der Bergbahn zum Verkauf angeboten. Für 900 Euro konnte man sich eine der Gondeln kaufen, geliefert wird sie allerdings erst, sobald die Bahn abgebaut wird.




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