Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.03.2019


Bezirk Landeck

Sicherheitsexperte: „Gefahr rund um Gleisanlagen wird oft unterschätzt“

In Landeck gibt ein bekanntes Beispiel für riskantes Verhalten. Autofahrer queren oft bei roter Ampel die Gleise an einer Bahnübersetzung.

In der 3b-Klasse der NMS Landeck: ÖBB-Sicherheitsexperte Hans Oberkofler verteilte Info-Broschüren.

© WenzelIn der 3b-Klasse der NMS Landeck: ÖBB-Sicherheitsexperte Hans Oberkofler verteilte Info-Broschüren.



Landeck – Volle Aufmerksamkeit schenkten die Schüler der 3b-Klasse an der Land­ecker NMS kürzlich dem ÖBB-Sicherheitsexperten Hans Oberkofler. Er war eingeladen, um das Gefahrenpotenzial rund um Gleisanlangen und Bahnhöfe aufzuzeigen. „Leider wird die Gefahr dort immer wieder unterschätzt. Österreichweit werden jährlich 12 bis 15 Menschen getötet, wegen Unachtsamkeit oder Leichtsinn“, weiß der Experte. In seinem Multimedia-Vortrag durfte das mahnende Beispiel des tödlichen Unfalls im Dezember 2017 am Bahnhofsgelände in St. Johann in Tirol nicht fehlen: Ein 16-Jähriger aus München stieg auf einen Güterwaggon und kam bei einem Stromüberschlag ums Leben. Dabei hatte der Jugendliche die Starkstromleitung gar nicht berührt.

In Landeck gebe es, so Oberkofler, ein bekanntes Beispiel für riskantes Verhalten: „Wir wissen, dass Autofahrer oft bei roter Ampel die Gleise an der Bahnübersetzung queren.“ Schulen, die an einem Sicherheitsvortrag der ÖBB interessiert sind, können sich unter sicherheitskampagne@oebb.at melden. (hwe)